AKTIE IM FOKUS
Lufthansa verliert nach gutem Auftakt

In einem insgesamt schwachen Marktumfeld hat die Aktie der Lufthansa im frühen Handel trotz guter Nachrichten Verluste einstecken müssen.

dpa-afx FRANKFURT. Nach einem starken Auftakt rutschte das Papier der größten deutschen Fluglinie in die Verlustzone. Bis 11.15 Uhr verlor es 1,11 Prozent bei einem Stand von 13,36 Euro. Zur gleichen Zeit rutschte der DAX deutliche 1,71 Prozent auf 4 826,05 Punkte ab.

Die Lufthansa dürfte als einer der Gewinner aus der aktuellen Krise der Luftfahrtbranche hervorgehen. Für einen Frankfurter Händler ist das die logische Konsequenz aus den Unternehmenspleiten der vergangenen Wochen. Bisher hat es mit der Swissair und der belgischen Sabena bereits zwei renommierte Airlines getroffen. In den vergangenen Tagen meldete die Lufthansa, dass zusätzliche Flüge nach Brüssel angeboten werden. So sollen Marktanteile der insolventen Sabena übernommen werden.

Lufthansa übernimmt Marktanteile von Sabena

Die Verbindung nach Brüssel sei für die Lufthansa besonders interessant. "Hier können Marktanteile wegen der kurzen Strecke von Frankfurt aus recht einfach übernommen werden", sagte Analyst Jürgen Pieper vom Frankfurter Bankhaus Metzler. Außerdem hätte der Lufthansa-Vorstand am Wochenende ein wichtiges Signal gesetzt, indem er auf einen Teil der Bezüge verzichten will.

Auf Vorschlag von Vorstandschef Jürgen Weber werden die vier Vorstandsmitglieder auf zehn Prozent ihrer Grundbezüge verzichten. Sie gehen zudem davon aus, dass auch ihre dividendenbezogene Tantieme ausfällt. Lufthansa-Sprecher Klaus Walther bestätigte am Samstag in Frankfurt einen entsprechenden Bericht des Magazins "Focus".

Gehaltsverzicht des Vorstandes setzt positives Signal

Der Verzicht des Vorstandes auf einen Teil der Bezüge wird sich nach Angaben von Analyst Pieper in der Bilanz des Konzerns kaum bemerkbar machen. Insgesamt werde hier voraussichtlich weniger als eine Million Euro eingespart.

Zur Zeit verhandelt die Lufthansa weiterhin mit der Gewerkschaft ver.di und der Pilotenvereinigung Cockpit über die Einführung der Vier-Tage-Woche. Und hier sei der ungewöhnliche Schritt des Vorstandes "ein wichtiges Signal nach innen", sagte Pieper, "auch im Vorstand ist man bereit zu sparen."

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