AKTIE IM FOKUS
Mobilcom trotz Zivilprozess gegen Vorstandschef im Plus

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Telefongesellschaft Mobilcom präsentierten sich am Montagvormittag fest. Bis um 11.40 Uhr legte das Papier um 2,42 % auf 58,89 Euro zu. Der Nemax 50 (Performance-Index) kletterte um 5,01 % auf 3.786,04 Zähler.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" hat der Vorstandsvorsitzende von Mobilcom, Gerhard Schmid, einen Zivilprozess in Millionenhöhe verloren. Er soll beim Kauf des EDV- und Datendienstleisters Topnet im Jahr 1998 den vorherigen Eigner um mehr als 6 Mill. DM geprellt haben, berichtete das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Der Fall sei mittlerweile auch Gegenstand einer Betrugsanzeige gegen Schmid geworden.

Urteil nicht in den Kurs eingeflossen

"Das Urteil hat sich noch nicht belastend ausgewirkt", sagte Marius Hoerner, Analyst bei Lang & Schwarz. Wahrscheinlich hätten noch nicht so viele den Bericht gelesen. Auf alle Fälle sei Mobilcom heute aber "betrachtungswürdig".

Insgesamt gesehen habe sich Mobilcom "nicht schlecht entwickelt". Die ersten so genannten UMTS-Turbulenzen, die Mitte Oktober zum Tragen kamen, habe der Wert überstanden. Natürlich habe Mobilcom Einbußen hinnehmen müssen, aber das Papier "hat seine Bodenbildung gesehen". Allerdings könne sich natürlich die Nachricht über den Vorstandsvorsitzenden negativ auswirken, sagte Hoerner. Nach wie vor reagiere der Markt sehr nervös.

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