Aktie im Fokus
QSC überzeugt die Börse

Der Telekommunikationsanbieter QSC gehörte heute zu den Gewinnern an der Börse. Der Grund dafür: die Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse. Das Unternehmen sprach von einer „sehr guten Entwicklung des operativen Geschäfts“. QSC zog sogar die Kurse von Konkurrenten wie Versatel mit nach oben.

FRANKFURT. Die Aktie notierte zeitweise um bis zu sieben Prozent im Plus. Die Kölner profitieren von wechselwilligen Kunden. Alleine im abgelaufenen zweiten Quartal konnte QSC mehr als 93 000 neue DSL-Leitungen verbuchen - ein Plus von 25 Prozent. Die heute vorgelegten Zahlen spiegeln diese Entwicklung wider. Der Umsatz legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als ein Viertel zu und betrug 100,2 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 30 Prozent auf 14,2 Millionen Euro.

Besonders erfolgreich ist QSC außerdem auf dem dynamischen Wholesale/Reseller-Markt. QSC stellt Großanbietern wie United Internet oder Freenet das Netz zur Verfügung und kümmert sich um dessen Verwaltung. Hier stiegen die Umsätze um 69 Prozent. Stabile Erträge erwirtschaftet auch das Geschäft mit Großkunden, wenn es etwa darum geht, Zentrale und Filialen mit einem funktionierenden Telekommunikationssystem zu versorgen.

Nach einer Gewinnwarnung im Herbst 2007 seien das nun "ordentliche Zahlen", sagt Analyst Andreas Heinold von der LBBW: "Wir haben weiter Vertrauen in die Entwicklung." Dies muss allerdings nicht so bleiben. Commerzbank-Analystin Heike Pauls erwartet für das zweite Halbjahr Gegenwind: "Der Preisdruck wird durch den Einstieg von Konkurrenz wie Arcor größer werden." Sie hält die Zahlen für "gut, aber nicht spektakulär".

Die gegenwärtigen Prognosen jedenfalls sind optimistisch. Für das Gesamtjahr erwartet QSC jetzt einen Umsatz von mehr als den bisher ausgegebenen 405 Millionen Euro. Auch für den Gewinn soll die Entwicklung weitergehen. Bereits im Mai hatte QSC die Gewinnprognose gehoben und tat dies jetzt erneut: er soll am Ende des Jahres mehr als 60 Millionen betragen. Prognostiziert waren 50 bis 60 Millionen Euro. Ein gutes Zeichen, meinen die Analysten, denn mit der Korrektur nach oben hätte man auch noch ein Quartal warten können.

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