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AKTIE IM FOKUS: Schering unverändert - Margen-Steigerung bleibt ohne Einfluss

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Pharmaherstellers Schering haben am Dienstag trotz verhalten positiver Nachrichten über die anstehendeKonzernrestrukturierung weitgehend unverändert notiert. Bis 10.35 Uhr lagen diePapiere mit 45,47 Euro genau auf Vortagesschlussniveau, während der DeutscheAktienindex DAX 0,25 Prozent auf 3.938,73 Punkte nachgab. Händlerbegründeten die Kursverluste mit der allgemein schwachen Marktlage. "DieNachrichtenlage für Schering ist zwar eher positiv, aber den Kurs stört daswenig", urteilte ein Frankfurter Marktteilnehmer.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Pharmaherstellers Schering haben am Dienstag trotz verhalten positiver Nachrichten über die anstehendeKonzernrestrukturierung weitgehend unverändert notiert. Bis 10.35 Uhr lagen diePapiere mit 45,47 Euro genau auf Vortagesschlussniveau, während der DeutscheAktienindex DAX 0,25 Prozent auf 3.938,73 Punkte nachgab. Händlerbegründeten die Kursverluste mit der allgemein schwachen Marktlage. "DieNachrichtenlage für Schering ist zwar eher positiv, aber den Kurs stört daswenig", urteilte ein Frankfurter Marktteilnehmer.

Schering hatte am Morgen auf seiner Strategiekonferenz in Berlin dieStreichung von weiteren 900 Stellen angekündigt, um auf diese Weise seineEBIT-Marge von aktuell 14,2 auf 18 Prozent bis zum Jahr 2006 zu steigern. Aberselbst mit die Zielmarke läge der drittgrößte deutsche Pharmakonzern immer nochdeutlich hinter dem weltweiten Branchendurchschnitt von rund 25 Prozent. Zudemwill das Unternehmen durch Effizienzsteigerungen seine Forschungs- undEntwicklungskosten als Anteil am Umsatz bis 2006 auf 18 Prozent senken.

Schering will zudem den kleinsten Geschäftsbereich, dasDermatologie-Geschäft - das im Jahr 2003 mit 200 Millionen Euro rund vierProzent zum Gesamtumsatz beigetragen hat - als eigenständige Gesellschaftausgliedern. Die Analysten der Privatbankiers von Merck Finck & Co. werteten den"Spinn off" positiv, zumal die Dermatologie-Sparte "nie eine kritische Masseerreicht und nur wenig Synergien mit den übrigen Geschäftsbereichen" habe.

Die Experten äußerten jedoch zurückhaltend: Zwar bestünde bei Schering dieNotwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung, dennoch werde bei den eineklare Zielrichtung vermisst, hieß es aus München. Auch HelebaTrust warnte vorüberzogenem Optimismus: Sollte das Maßnahmenpaket die Investoren nichtüberzeugen, drohten eine Verfehlung der angepeilten Renditeziele undKursverluste.

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