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AKTIE IM FOKUS: Schwarz Pharma nach Einigung in Rechtsstreit fest

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie des Monheimer Arzneimittelherstellers Schwarz Pharma < SRZ.ETR > hat am Freitag von der außergerichtlichen Einigung mit den Generikaherstellern Mylan Laboratories < MYL.NYS > < MYL.FSE > und Esteve Quimica profitiert. Die Aktie stieg im frühen Handel um 1,36 Prozent auf 25,34 Euro, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,20 Prozent auf 5.026,41 Punkte nachgab.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie des Monheimer Arzneimittelherstellers Schwarz Pharma < SRZ.ETR > hat am Freitag von der außergerichtlichen Einigung mit den Generikaherstellern Mylan Laboratories < MYL.NYS > < MYL.FSE > und Esteve Quimica profitiert. Die Aktie stieg im frühen Handel um 1,36 Prozent auf 25,34 Euro, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,20 Prozent auf 5.026,41 Punkte nachgab.

"Die 50 Millionen Dollar ergeben derzeit in Euro gerechnet 41 Millionen, wobei geschätzte 35 Millionen Euro auf Schwarz Pharma und der Rest wegen der Gewinnbeteiligung von Merck und Andrx auf diese beiden Unternehmen entfallen", sagte equinet-Analyst Martin Possienke dpa-AFX in einer ersten Einschätzung. Die Zahlung wird Schwarz Pharma nach eigenen Angaben wohl im zweiten Quartal verbuchen. "Das zweite Quartal wird wohl negativ werden", sagte der Analyst. Possienke rechnet mit einem Vorsteuerverlust von 20 bis 30 Millionen Euro und hat die Aktie derzeit mit "Hold" und einem Kursziel von 25 Euro eingestuft.

"Eine abschließende Einigung beider Parteien, bei der Schwarz Pharma bis zu 50 Millionen Euro zahlen müsste, würden wir noch als positiv erachten, da dadurch das Rechtsrisiko aus der Klage von Mylan entfällt", hatte Analyst Oliver Schlüter von der DZ Bank gesagt. Mylan hatte im November 2002 Klage gegen die Schwarz Pharma-Tochter Kudco eingereicht. Für die Abtretung der sechsmonatigen Vermarktungsexklusivität im Jahr 2002 an die Schwarz Pharma-Tochter KUDCo hatte Schwarz dem US-Generikaanbieter Andrx und der Merck KGaA-Tochter Genpharm eine prozentuale Gewinnbeteiligung gezahlt, die sich im Laufe der Jahre reduzierte.

Der Säure-Hemmer Omeprazol zur Behandlung von Sodbrennen ist ein Nachahmerpräparat des Magenmittels Prilosec des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca < AZN.ISE > < AZN.SSE > < ZEG.FSE > und hatte Schwarz Pharma im ersten Quartal 2003 zu einem kräftigen Gewinnplus verholfen. Prilosec gehörte 2001 mit einem weltweiten Umsatz von fast sechs Milliarden Dollar zu den meistverkauften Medikamenten weltweit.

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