Aktie im Fokus
Sorgen um Manila-Projekt belasten Fraport-Aktie

Trotz eines mittlerweile von der Fraport AG zurückgewiesenen Medienberichts um die Verwendung der Erlöse aus dem Börsengang sind die Aktien des Frankfurter Flughafenbetreibers am Dienstag deutlich gefallen.

Reuters FRANKFURT. Händler sagten, die Aktie leide ungeachtet des Dementis unter den Befürchtungen der Anleger um vergeudetes Geld in einem philippinischen Projekt in Manila.

"Es sind keine Mittel aus dem Börsengang der Fraport in das Terminal-Projekt in Manila geflossen", sagt Pressesprecher Klaus Busch am Dienstag. Vielmehr seien die Erlöse aus dem Börsengang angelegt oder zur Tilgung von Krediten verwendet worden, sagte er.

Die Geschichte laste dennoch auf der Fraport-Aktie, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. "Das war schon immer ein Prestigeobjekt, in das bereits viel Geld gesteckt wurde", fügte er hinzu. Nun sehe es aber so aus, als ob das Projekt nicht realisiert werde. Bis zum Mittag verloren Fraport-Aktien rund fünf Prozent auf 18,50 Euro.

Bis Ende 2000 habe Fraport rund 200 Mill. $ zwischenfinanziert und 100 Mill. $ als Garantien für den Bau des Passagierterminals 3 des Ninoy Aquino International Airports in Manila investiert, sagte Fraport-Sprecher Busch. Danach seien keine zusätzlichen Finanzierungsmittel für die Projektgesellschaft Piatco in Manila zur Verfügung gestellt worden. "Wir befinden uns nun in intensiven Verhandlungen mit den Mitgesellschaften in der Piatco und der philippinischen Regierung." Ziel sei die Voraussetzungen für ein Finanzierungspaket eines internationalen Bankenkonsortiums zu erfüllen. Diese würde die Zwischenfinanzierung der Fraport ablösen.

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