Archiv
Aktie IM Fokus: TUI schwach - Weiter Spekulationen um Übernahme, DAX-Abschied

(dpa-AFX) Frankfurt - Anhaltende Übernahmespekulationen haben die Aktie von TUI < TUI.ETR > am Montag weiter an Wert verlieren lassen. Das Papier des Touristikkonzerns sank um 9.55 Uhr um 1,54 Prozent auf 14,02 Euro und bewegte sich damit im unteren Bereich des DAX < DAX.ETR > . Der Index fiel gleichzeitig um 0,98 Prozent auf 3.857,47 Punkte.

(dpa-AFX) Frankfurt - Anhaltende Übernahmespekulationen haben die Aktie von TUI < TUI.ETR > am Montag weiter an Wert verlieren lassen. Das Papier des Touristikkonzerns sank um 9.55 Uhr um 1,54 Prozent auf 14,02 Euro und bewegte sich damit im unteren Bereich des DAX < DAX.ETR > . Der Index fiel gleichzeitig um 0,98 Prozent auf 3.857,47 Punkte.

Zuvor hatte TUI-Chef Michael Frenzel in einem Interview mit dem "Spiegel" angekündigt, sich gegen eine mögliche feindliche Übernahme und eine Zerschlagung des Konzerns zu wehren. "Ich werde sicher nicht tatenlos zusehen, wie Aufkäufer bei der TUI einsteigen und das Unternehmen dann zerschlagen", sagte er.

Die Analysten der Dresdner Kleinwort Wasserstein kürzten das TUI-Kursziel von 18,5 auf 13 Euro. Sie bestätigten den Titel mit "Hold".

Analyst Hans Huff von der Bankgesellschaft Berlin verwies auf die hohen Schwankungen der Aktie in den vergangenen Tagen. "Das Papier ist sehr volatil wegen der Diskussion, ob es aus dem DAX fällt", sagte Huff. Weniger Gewicht wollte er hingegen den Übernahmespekulationen beimessen. Man müsse sich fragen, wer das Unternehmen überhaupt kaufen wolle. Zum einen gebe es kartellrechtliche Probleme, zum anderen würde die West LB zum gegenwärtigen Kurs wahrscheinlich gar nicht verkaufen. "Den anderen Touristikkonzernen in Europa geht es auch nicht so gut", fügte er hinzu.

Auch die Terrorwarnung aus den USA dürfte den Kurs seiner Meinung nach nicht sehr stark beeinflusst haben. "Das spielt auch mit rein. Aber TUI ist in den USA nicht aktiv", sagte Huff. Die Aktie werde demnach "höchstens indirekt über den Ölpreis" belastet.

Ein weiterer Analyst bewertete die Diskussion um das mögliche DAX-Aus für TUI ebenfalls gewichtiger als die um eine mögliche Übernahme: "Die Aktie soll so sturmreif wie möglich geschossen werden, damit sie aus dem DAX fliegt", sagte er. Das Interview von TUI-Chef Frenzel hat seiner Einschätzung nach dem Kurs wenig geholfen. "Er hat zwar gesagt, er will Maßnahmen ergreifen - aber nicht welche", sagte der Experte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%