Archiv
Aktie IM Fokus: Yukos legen nach Berichten über Zahlungsaufschub deutlich zu

(dpa-AFX) Moskau - Die Aktien des russischen Ölkonzerns Yukos haben nach widersprüchlichen Berichten über einen Zahlungsaufschub für die Milliarden-Steuernachzahlungen ihre Vorwochenverluste teilweise wett gemacht. Im Moskauer RTS-Interfax-Index schnellten Yukos-Papiere < Yusa.MUN > am Montag im frühen Handel um mehr als 17 Prozent auf 4,30 Dollar in die Höhe. Der drohende Zusammenbruch des größten russischen Ölexporteurs hatte in den vergangenen Tagen auch die Rohölpreise auf dem Weltmarkt in die Höhe getrieben.

(dpa-AFX) Moskau - Die Aktien des russischen Ölkonzerns Yukos haben nach widersprüchlichen Berichten über einen Zahlungsaufschub für die Milliarden-Steuernachzahlungen ihre Vorwochenverluste teilweise wett gemacht. Im Moskauer RTS-Interfax-Index schnellten Yukos-Papiere < Yusa.MUN > am Montag im frühen Handel um mehr als 17 Prozent auf 4,30 Dollar in die Höhe. Der drohende Zusammenbruch des größten russischen Ölexporteurs hatte in den vergangenen Tagen auch die Rohölpreise auf dem Weltmarkt in die Höhe getrieben.

Am Freitag hatte die Nachrichtenagentur Interfax den obersten russischen Gerichtsvollzieher, Andrej Beljakow, mit den Worten zitiert, die Behörden gewährten Yukos einen einmonatigen Zahlungsaufschub für die ausstehenden Steuernachforderungen. Beljakow dementierte später nach anderen Medienberichten, eine solche Zusage gegeben zu haben. Yukos ist rechtskräftig verurteilt zu Steuernachzahlungen für das Jahr 2000 in Höhe von 99 Milliarden Rubel (2,8 Mrd Euro). Es läuft ein Zwangsvollstreckungsverfahren.

Seit Wochen sorgen Hiobsbotschaften und Hoffnungssignale für einen extrem volatilen Yukos-Kurs. Marktbeobachter hegen den Verdacht, dass russische Medien gezielt Nachrichten manipulieren könnten, um den Kurs im Interesse von Spekulanten zu beeinflussen. In der Vorwoche hatten Agenturen berichtet, die Justiz habe Yukos den Verkauf von Erdöl verboten. Die Nachricht führte zu einem weiteren Anstieg der Weltmarktpreise. Die Behörden dementierten später, ein solches Verbot ausgesprochen zu haben.

Analysten bewerteten jüngste Versuche der bisherigen Yukos - Mehrheitseigner für einen Kompromiss mit den Behörden als wenig erfolgversprechend. Die Finanzholding Menatep hatte am Freitag den früheren kanadischen Regierungschef Jean Chrétien als Schlichter für Verhandlungen mit den russischen Behörden präsentiert. "Das gibt wenig Anlass für Optimismus", bewerteten Analysten der Investmentgesellschaft Troika Dialog den Vorschlag.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%