Aktie kann zulegen
Celanese erhöht sein Jahresziel

Der Kronberger Chemiekonzern Celanese hat im dritten Quartal ein deutlich höheres Ergebnis vor Sonderaufwendungen erzielt als von Analysten erwartet und seine Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Die Aktie legte zeitweise gut vier Prozent auf 19,40 Euro zu.

Reuters FRANKFURT. Das Unternehmen erwarte nun für 2002 vor Sonderaufwendungen ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) "geringfügig" über Vorjahreswert, teilte der im MDax gelistete Konzern am Dienstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Bisher rechnete Celanese lediglich mit einem Ebitda vor Sonderaufwendungen etwa auf Höhe des Vorjahreswerts von 420 Millionen Euro.

Für das dritte Quartal wies Celanese vor Sonderposten ein Ebitda von 142 Millionen Euro aus. Dies entspricht einem Zuwachs von 61 Prozent im Vorjahresvergleich. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt lediglich 100 Millionen Euro erwartet, wobei die Schätzungen zwischen 79 Millionen und 120 Millionen Euro schwankten. Celanese begründete die Ergebnissteigerung unter anderem mit gesunkenen Rohstoff- und Energiekosten und Restrukturierungsmaßnahmen.

Der Umsatz sank hingegen im dritten Quartal den Angaben zufolge um neun Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Celanese begründete dies in erster Linie mit negativen Währungseffekten. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,14 Milliarden Euro gerechnet. Das Betriebsergebnis sei auf 67 Millionen Euro nach einem Verlust von 16 Millionen Euro im Vorjahresquartal gestiegen, teilte Celanese weiter mit.

"In einem unsicheren und unbeständigen wirtschaftlichen Umfeld fielen die Ergebnisse in den ersten neun Monaten dieses Jahres begünstigt durch kontinuierliche Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen besser aus als erwartet", erklärte das Unternehmen zusammenfassend. Auch für Anfang 2003 sei die wirtschaftliche Entwicklung schwer einzuschätzen. "Wir erwarten eine weiter unsichere Wirtschaftslage, Volatiltät bei den Rohstoffpreisen sowie einen schwachen US-Dollar."

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