Aktie legt nach deutlichen Verlusten zu
Continental erwartet keine negativen Folgen durch Rückrufaktion

Nach einer Rückrufaktion von rund 600 000 Reifen in den USA erwartet der Reifenhersteller Continental keine negativen Folgen für sein Erstausrüstungsgeschäft."Die Aktion war mit dem Hersteller Ford abgestimmt und wird von ihm auch unterstützt", sagte Conti-Sprecher Andreas Meurer am Dienstag in Hannover.

HB HANNOVER. Die Reifen nutzten ungleich ab. Außerdem sei es im Mai in den USA zu einem tödlichen Unfall gekommen, bei dem die Reifen eine Rolle gespielt haben sollen.

Conti hatte am Montag über ihre amerikanische Tochter Continental Tire North America Reifen zurückgerufen, mit denen die Modelle Ford Expedition und Lincoln Navigator ausgerüstet waren. Die Aktion sei bis auf vereinzelte Ausnahmen auf die USA begrenzt. Die Conti-Aktie legte am Dienstag bis zum Mittag nach deutlichen Verlusten am Vorabend wieder leicht auf 16,75 Euro zu.

Analysten: Rückrufaktion könnte Image schaden

Meurer sagte, die von dem Unternehmen geführten Reklamationsstatistiken hätten bei den Reifen der Größe 275/60R17 den ungleichmäßigen Ablauf gezeigt. Das habe zu Vibrationen und Geräuschentwicklung in den Fahrzeugen geführt. Den Unfallwagen habe die Conti aber noch nicht untersuchen können. Aus dem Unfall gebe es bislang keine Forderungen gegen das Unternehmen. Allerdings verlangten vereinzelt Autofahrern Schadensersatz, die Schäden an ihren Fahrzeugen auf die Reifen zurückführten.

Analysten der Deutschen Bank bewerten die finanziellen Folgen, die Conti mit rund 20 Mill. Euro angibt, als weniger schwer wiegend. Allerdings könnte die Rückrufaktion dem Image der Marke auf dem US- Markt schaden, zumal der Hersteller ohnehin keine stark gefestigte Marktposition habe. Meurer sagte, das Unternehmen gehe eher von einem positiven Effekt aus, weil es schnell reagiert habe.

Rückrufaktion dient der Qualitätssicherung

Die betroffenen Reifen waren zwischen März 1999 und Oktober 2000 im Werk Mayfield im US-Bundesstaat Kentucky produziert worden und auf die Fahrzeuge montiert worden, die 2000 und 2001 vom Band liefen. Bereits vor rund eineinhalb Jahren hatte Conti rund 160 000 Reifen für den Lincoln Navigator in einer anderen Größe, aber ebenfalls aus dem Werk Mayfield zurückrufen müssen.

Gleichzeitig rief die Continental Reifen für 3 500 Überlandbusse der Größe 315/80R22,5 zurück. Diese Reifen seien ungewöhnlich stark abgenutzt worden. Hier sei es nicht zu Sicherheitsproblemen gekommen. Das sei ein Schritt zur Qualitätssicherung gewesen.

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