Aktie legt nachbörslich zu
Dell-Gewinn im vierten Quartal leicht gesunken

Der weltgrößte Computerhersteller Dell hat im vierten Quartal 2001/2002 einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet, nachdem unerwartet starke Nachfrage im Konsumbereich die schwachen Technologie-Ausgaben der Unternehmen nicht wettmachen konnte. Dell erwartet, dass sie sich im ersten Quartal 2002/2003 besser als die Industrie entwickeln werde.

rtr/dpa NEW YORK. Die Computerbranche werde im laufenden Quartal einen Umsatzrückgang um zehn Prozent verzeichnen, teilte Dell mit. Bei Dell werde der Umsatz dagegen voraussichtlich lediglich um drei bis fünf Prozent sinken. Da Dell im Quartal zum 1. Februar einen Umsatz von 8,06 (Vorjahr 8,67) Mrd. Dollar erzielte, würde dies bedeuten, dass Dell den Umsatz im ersten Quartal 2002/2003 zwischen 7,66 Mrd. Dollar und 7,82 Mrd. Dollar erwartet. Im laufenden ersten Quartal rechne das Unternehmen mit einem Gewinn von 16 Cents je Aktie, hieß es weiter.

Der Kurs der Dell-Aktie stieg im nachbörslichen Instinet-Handel auf 26,85 Dollar von 26,81 Dollar beim Schluss der Technologiebörse Nasdaq. Dell wies den Gewinn für das Quartal zum 1. Februar mit 456 (Vorjahr 508) Mill. Dollar oder 17 (18) Cents je Aktie aus. Dell hatte ihre Gewinnprognose für das vierte Quartal bereits Mitte Januar auf 17 Cents je Aktie erhöht. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten zuvor 0,16 Dollar Gewinn je Anteilsschein prognostiziert.

Mit einer aggressiven Preisstrategie konnte Dell im vergangenen Jahr Compaq an der Spitze der Computerbauer ablösen. Zurzeit arbeitet Compaq an einer Fusion mit dem Mitbewerber Hewlett-Packard. Nach Einschätzung von Branchenkennern profitiert Dell vor allem von seinem Direktvertrieb über Telefon und Internet sowie von der Fertigung auf Bestellung. Dadurch könne der Konzern seine Lagerbestände vergleichsweise niedrig halten.

Dell legte im Schlussquartal in der Region Europa/Naher Osten/Afrika um neun Prozent zu und rückte mit einem Marktanteil von zehn Prozent vom dritten auf den zweiten Platz vor. Dell steigerte dabei seine Lieferungen in Deutschland um 23 %. Die deutschen Work-Station-Auslieferungen erhöhten sich um 50 % und der Notebook-Computerabsatz um 46 %.

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