Aktie legt zu
Intel schraubt Umsatzerwartungen zurück

Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal zurückgeschraubt. Die an den Finanzmärkten bereits erwartete Korrektur fiel allerdings nicht so stark aus wie von manchen Branchenkennern befürchtet. Intel-Aktien legten am Freitag im europäischen Handel kräftig zu und beflügelten auch andere Chip-Werte.

Reuters SAN FRANCISCO. Das Unternehmen erwartet nun für das dritte Quartal Erlöse von 6,3 bis 6,7 Mrd. Dollar, wie es in seinem mit Spannung erwarteten Quartals-Zwischenbericht am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Juli hatte Intel noch eine Umsatzspanne von 6,3 bis 6,9 Mrd. Dollar angegeben. Von Thomson First Call befragte Analysten prognostizierten zuletzt für das dritte Quartal im Schnitt einen Umsatz von 6,6 Mrd. Dollar und einem Gewinn je Aktie von 13 Cent nach einem Nettogewinn von sieben Cent je Aktie im Vorquartal.

Der Chip-Absatz werde eher am unteren Ende des saisonüblichen Niveaus liegen, teilte Intel weiter mit. Alle anderen Prognosen ließ der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern unverändert.

Einige Analysten hatten im Vorfeld damit gerechnet, dass der Chip-Hersteller seine Prognose auf das untere Ende der bisherigen Spanne senken wird. "Der Markt hatte zum Teil weitaus negativere Nachrichten erwartet", sagte Dan Scovel von Needham & Co. In dieser Woche hatten mehrere Investmentbanken wie Lehman Brothers, Merrill Lynch und Credit Suisse First Boston ihre Umsatz- und Gewinnprognosen für Intel für das Gesamtjahr und das laufende dritte Quartal reduziert.

Die Chip-Branche war 2001 in ihre bislang schwerste Krise geraten. Die Erholung verlief in diesem Jahr bislang sehr schleppend. Zwar wurden im zweiten Quartal weltweit mehr als 30 Mill. Personal Computer (PC) verkauft. Allerdings hat sich dabei eine sehr viel langsamere Belebung der Nachfrage nach den für PCs erforderlichen Chips eingestellt, als viele Branchenkenner erwartet hatten. Analysten sagten zudem, die Nachfrage im Herbst - wegen des Schulbeginns nach den Sommerferien üblicherweise sehr hoch - sei in diesem Jahr eher verhalten. Die Pentium-Prozessoren von Intel sind in fast allen PCs eingebaut.

Intel-Nachrichten beflügeln Chip-Aktien

Intel-Aktien kletterten in Frankfurt um 4,38 % auf 15,95 ?, nachdem sie bereits am Vortag im nachbörslichen Geschäft auf der elektronischen Handelsplattform Instinet auf 15,85 (Donnerstagsschlusskurs 15,11) Dollar zugelegt hatten.

An den europäischen Aktienmärkten beflügelten die Intel-Nachrichten Händlern zufolge auch andere Halbleiterwerte. So gewannen Infineon am Vormittag 3,62 % auf 9,72 ? und STMicroelectronics 2,34 % auf 18,77 ?.

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