Aktie legtl zu
Frist für Cargolifter-Aktionäre soll verlängert werden

Eine Sprecherin des Luftschiffbauers sagte am Donnerstag, dass Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning die Frist verlängert habe und bestätigte damit einen Bericht der "Lausitzer Rundschau".

Reuters BERLIN. Der Aufschub der eigentlich bis Ende Oktober gesetzten Frist sei begründet durch die Verzögerung der für den Fortbestand des Unternehmens so wichtigen Teilschuldverschreibung. Mit dieser Form des Schuldscheins will Cargolifter bis zu 45 Mill. Euro von seinen Aktionären einwerben. Die Firmensprecherin sagte weiter, es sei davon auszugehen, dass der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Freitag die Fristverlängerung mitragen werde. Unklar blieb zunächst, ob eine Zustimmung der Gläubiger überhaupt nötig ist.

Die Gläubigerversammlung hatte ursprünglich vor rund zwei Wochen beschlossen, dass bereits Ende Oktober über das Sanierungsmodell des Unternehmens entschieden werden solle. Mönning hatte zuletzt gesagt, die rund 72 000 Aktionäre müssten bis zum 31. Oktober rund 20 Mill. Euro aufbringen, um eine Abwicklung des Luftschiffbauers zu verhindern.

Das Unternehmen hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die ab dem 1. Oktober geplante Teilschuldverschreibung rund eineinhalb Wochen hinter dem Zeitplan zurückliege. Am Ende der Zeichnungsfrist am 15. November ändere sich aber nichts.

Mönning hatte Ende September angekündigt, er selbst werde "die Reißleine ziehen", sollte sich in den nächsten Wochen bei der Kapitaleinwerbung kein positiver Trend abzeichnen. Die Gesamtforderungen der Gläubiger belaufen sich auf 75,8 Mill. Euro. Größter Gläubiger ist das Land Brandenburg über seine Investitionsbank (ILB) mit 52 Mill. Euro.

Der Gläubigerausschuss soll nach den Worten der Sprecherin auch einer Grundsatzvereinbarung zustimmen, wonach Cargolifter und der britische Konkurrent Advanced Technologies Group (ATG) ab Januar 2003 gemeinsam Luftschiffe entwickeln und bauen wollen. Diese Kooperation steht jedoch wie das gesamte Sanierungsmodell für Cargolifter unter dem Vorbehalt, dass die benötigten 20 Mill. Euro eingeworben werden, um das Insolvenzverfahren aufzuheben.

Die Cargolifter-Aktie notierte am Donnerstagnachmittag mit gut zehn Prozent im Plus bei 0,53 Euro.

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