Aktie nachbörslich deutlich schwächer
Adobe setzt auf aggressive Preispolitik

Der US-Softwarehersteller Adobe Systems hat im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn dank eines starken Umsatzes mit Acrobat-Software und guten Ergebnissen in Japan gesteigert.

Reuters LOS ANGELES. Adobe-Chef Bruce Chizen sagte am Donnerstag Reuters, er erwäge eine aggressive Preispolitik, um mögliche schwache Software-Verkäufe an Schulen auszugleichen. Der Nettogewinn habe sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 auf insgesamt 64,2 Millionen Dollar oder 27 Cent je Aktie belaufen, teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit. Im Vorjahresquartal hatte Adobe einen Nettogewinn von 54,3 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie verzeichnet. Der Gesamtumsatz sei per Ende Mai auf 320,1 Millionen Dollar von 317,4 Millionen Dollar gestiegen.

Für das dritte Quartal erwartet Adobe nach eigenen Angaben einen Gewinn je Aktie von 22 bis 25 Cent. Analysten gingen bisher von 26 Cent aus. Der Kurs der Adobe-Aktie fiel nachbörslich um mehr als zehn Prozent auf 32,30 Dollar von 35,98 Dollar im regulären Nasdaq-Handel.

Chizen sagte, die Linie des im kalifornischen San Jose ansässigen Unternehmens sei konservativ. Als Grund nannte er saisonbedingte Faktoren und die Möglichkeit, dass wegen knapper Kassen der Kommunen der Verkauf von Software an Schulen zurückgehen könnte. Um dies auszugleichen, denke man über Preisnachlässe nach. Dies sei ein Punkt, wo Adobe vielleicht eine etwas aggressivere Preispolitik betreiben werde.

Weiter sagte Chizen, nach dem besser als erwarteten Ergebnis im März liege der Umsatz in Japan im April und Mai im Rahmen der Erwartungen. Dass Adobe eine neue Version von Acrobat auf den Markt gebracht habe, habe den Umsatz im abgelaufenen Quartal belebt, sagte Chizen. "Die Erstaufträge haben unsere Erwartungen übertroffen." Die Unsicherheit über die Wirtschaft und die Software-Branche machten eine genaue langfristige Vorhersage zum Wachstum von Adobe schwierig, sagte Chizen.

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