Aktie nachbörslich unter Druck: US-Konzern Sprint gibt ernüchternden Ausblick

Aktie nachbörslich unter Druck
US-Konzern Sprint gibt ernüchternden Ausblick

Trotz einer Gewinnsteigerung von 14 Prozent im ersten Quartal hat der US-Telekommunikationskonzern Sprint am Montag einen ernüchternden Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben.

Reuters PHILADELPHIA. Der viertgrößte US-Anbieter für Ferngespräche war in diesem Quartal der erste Konzern der Branche, der seine Zahlen vorlegte, und Analysten bewerteten die Aussicht als ernüchternd. "Es wird ein weiteres schlechtes Jahr für die Telekommunikation insgesamt geben", sagte David Willis von der META Group.

Sprint verbesserte sein Betriebsergebnis im ersten Quartal dank seiner Geschäfte mit der Auskunft um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine schwache Nachfrage und niedrige Preise drückten aber die Umsätze um 4,5 Prozent.

Wie andere Festnetz-Anbieter leidet Sprint darunter, dass die Kunden verstärkt mobil telefonieren oder E-Mails nutzen. Der Konzern hat Analysten zufolge jedoch zudem unerwartet schwach bei Internet-Zugängen und im Mobilfunk abgeschnitten. "Es gab keine Anzeichen für eine Erholung des Marktes, aber ich weiß nicht, ob das überhaupt noch eine große Überraschung ist", sagte der Analyst David Barden von der Banc of America Securities. Aufmerksam verfolgen müsse man nun, ob die Internet-Umsätze ein spezielles Problem bei Sprint oder ein grundsätzliches der Branche seien.

Einschließlich einmaliger Gewinne seien 2,06 Dollar Gewinn je Aktie erzielt worden, nach 0,32 Dollar im Vorjahr, teilte das in Overland Park im US-Bundesstaat Kansas ansässige Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit. Insgesamt stieg der Gewinn auf 1,67 Milliarden Dollar (140 Millionen Dollar). Die Einnahmen gingen auf 3,58 Milliarden Dollar von 3,90 Milliarden Dollar im Vorjahr zurück.

Im nachbörslichen Handel gaben die Werte der beiden börsennotierten Einheiten des Konzerns deutlich nach: Aktien der FON Group, in der das Geschäft mit Fern- und Ortsgesprächen gebündelt ist, wurde teilweise mit bis zu 10,69 Dollar gehandelt, nachdem sie an der Wall Street mit 11,27 Dollar geschlossen hatten. Anteile von Sprint PCS, der Mobilfunktochter, rutschten von einem Schlusskurs von 4,46 Dollar auf 4,04 Dollar.

Sprint PCS nannte für das erste Quartal einen Verlust je Aktie über 0,18 Dollar nach einem Minus von 0,15 Dollar im Jahr zuvor. Die Betriebseinnahmen stiegen um 3,5 Prozent auf 2,95 Milliarden Dollar. Allerdings seien die Monatsumsätze je Nutzer auf durchschnittlich 59 von 62 Dollar gesunken, teilte Sprint weiter mit.

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