Aktie notiert nach Vorlage der Zahlen fester
Allianz steigert Überschuss im Rahmen der Erwartungen

Die Münchener Allianz AG hat im vergangenen Jahr durch steigende Beiträge und einen Ergebnisschub in der Sparte Lebensversicherungen ihren Gewinn nach Steuern um knapp zwölf Prozent gesteigert.

Reuters MÜNCHEN. Der um steuerliche Effekte bereinigte Jahresüberschuss habe 2000 auf gut 2,3 Mrd. Euro von 2,1 Mrd. im Jahr zuvor zugelegt, teilte der nach Marktkapitalisierung größte Versicherer in Europa am Mittwoch mit. Damit erfüllte die Allianz die Erwartungen der Analysten. Dem Aufsichtsrat will der Vorstand die Erhöhung der Dividende für 2000 auf 1,50 (1,25) Euro vorschlagen. Im laufenden Jahr rechnet die Allianz mit einem Zuwachs des bereinigten Überschusses um rund 13 %.

Die Aktien der Allianz notierte kurz nach Handelsbeginn in einem schwachen Gesamtmarkt 0,5 % fester bei 376,28 Euro.

Intraday-Chart der Allianz-Aktie

Durch die Senkung der Körperschaftssteuer ergebe sich im vergangenen Jahr ein Sonderertrag von 1,1 Mrd. Euro, erklärte die Allianz weiter. Damit kletterte der unbereinigte Jahresüberschuss auf ein Rekordergebnis von 3,4 Mrd. Euro. Die gesamten Beitragseinnahmen - inklusive der Umsätze aus anlageorientierten Lebensversicherungen - stiegen den Angaben zufolge um 13 % auf 68,5 Mrd. Euro. Für 2001 rechnet der Versicherer hier mit einem Zuwachs von gut 5 Prozent auf 72 Mrd. Euro. Die Beitragseinnahmen nach IAS, für die die Allianz einen vierprozentigen Anstieg prognostiziert hatte, stiegen um 7,4 % auf 57,8 Mrd. Euro, was ebenfalls im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Nach neun Monaten hatte der Anstieg allerdings noch bei 7,8 % gelegen.

In der Sparte Lebens- und Krankenversicherung habe vor allem der Verkauf von anlageorientierten Produkten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein rasantes Wachstum von 60 % verzeichnet, hieß es. Insgesamt stieg der Umsatz um gut 21 % auf 30,6 Mrd. Euro, was die Allianz auch auf die dynamischen Märkte Italien und Frankreich zurückführte. "Beim Ergebnis wird ein Zuwachs in der Größenordnung von 50 % erwartet", hieß es in der Mitteilung.

Im Bereich Schaden- und Unfallversicherungen zeichnete die Allianz dagegen ein weniger positives Bild. Aufgrund von Großschäden durch Unwetter in Österreich und Überschwemmungen in Großbritannien sowie durch Nachmeldungen zu den Winterstürmen, die der Allianz schon 1999 das Ergebnis in dieser Sparte verhagelt hatten, sei die Schadenquote schlechter als erwartet ausgefallen. Durch Veräußerungsgewinne und die niedrigere Steuerbelastung sei dies beim Ergebnis jedoch mehr als ausgeglichen worden, hieß es.

Das verwaltete Vermögen der Allianz stieg den Angaben zufolge bis Ende 2000 auf rund 700 Mrd. Euro von 384 Mrd. ein Jahr zuvor. Maßgeblichen Anteil hierbei hatte der im Mai erworbene US-Vermögensverwalter Pimco mit einem verwalteten Vermögen von 296 Mrd. Euro. Der Asset-Manager Nicholas-Applegate, dessen Erwerb im Januar 2001 abgeschlossen wurde, verwaltete rund 37 Mrd. Euro an Vermögen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%