Aktie reagiert mit Kursverlusten
Wyeth verzeichnet kräftiges Gewinnplus

Der US-Pharmakonzern Wyeth hat im zweiten Quartal angesichts hoher Einmalerträge seinen Gewinn deutlich gesteigert. Für das Gesamtjahr bekräftigte das in Madison im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Unternehmen zwar seine Gewinnprognose, stellte zugleich aber schwächere Umsätze bei Hormonersatzpräparaten in Aussicht.

Reuters NEW YORK. Der Gewinn je Aktie sei im zweiten Quartal um 44 % auf 65 Cent je Aktie geklettert, teilte Wyeth am Mittwoch mit. Analysten hatten dagegen lediglich im Schnitt mit 49 Cent gerechnet. Insgesamt legte der Überschuss auf 864 Mill. Dollar nach 600 Mill. Dollar zu. In der Gewinnzahl sind allerdings Einmalerträge von 290 Mill. Dollar vor allem aus der Abspaltung kleinerer Medikamente und Konsumgüterprodukte enthalten. Die Wyeth-Aktie büßte im frühen Handel in einem leicht nachgebenen US-Markt 3,84 % auf 46,38 Dollar ein.

Für das Gesamtjahr bleibe der Konzern zwar bei seiner Prognose eines Gewinns je Aktie zwischen 2,40 und 2,50 Dollar, teilte Wyeth ferner mit. Das künftige Gewinnwachstum könne aber "negativ beeinflusst" werden, falls die Hormonersatzpräparate Premarin und Prempro weiterhin an Gunst bei Patienten und Ärzten verlieren sollten. Der Absatz der Medikamente war zuletzt unter Druck geraten, nachdem im vergangenen Jahr in den USA eine breit angelegte Studie bei Frauen die Präparate mit einem höherem Risiko für Brustkrebs, Herz- sowie Schlaganfälle in Verbindung gebracht hatte.

Es sei "unwahrscheinlich", dass die frühere Prognose für dieses Jahr von Umsätzen zwischen 1,5 und 1,6 Mrd. Dollar bei den Präparaten erreicht werde, teilte Wyeth in einer Telefonkonferenz mit. Im zweiten Quartal verzeichneten Hormonersatzpräparate im Konzern einen Umsatzrückgang von 40 %. Insgesamt legte aber der Pharma-Umsatz - begünstigt durch den schwächeren Dollar - um sechs Prozent auf 2,98 Mrd. Dollar zu.

Wyeth ist der US-Vertriebspartner des Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzerns Altana für das Magenmittel Pantoprazol, das in den USA unter dem Namen Protonix vermarktet wird. Mit dem Mittel zur Behandlung säurebedingter Magen-Darm-Erkrankungen, verzeichnete Wyeth im zweiten Quartal ein kräftiges Umsatzplus von 61 % auf 310 Mill. Dollar. Das Top-Produkt des Konzerns, das Antidepressionsmittel Effexor, verzeichnete einen Umsatzanstieg von fünf Prozent auf 636 Mill. Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%