Aktie reagierte mit moderaten Kursverlusten
Spielerkosten drücken Gewinn bei Manchester United

Reuters LONDON. Gestiegene Kosten für Spieler haben die Gewinne des traditionsreichen englischen Fussballclubs Manchester United im Geschäftsjahr 1999/2000 kräftig sinken lassen. Der amtierende englische Fussballmeister teilte am Montag mit, der Vorsteuergewinn sei im Geschäftsjahr 1999/2000 (bis 31. Juli) auf 16,8 Mill. Pfund gesunken, nachdem der Gewinn im Jahr zuvor 22,4 Mill. Pfund betragen hatte. Die Betriebsaufwendungen seien auf 65,8 (Vorjahr 54,4) Mill. Pfund gewachsen. Da Manchester, dessen Kapitän Roy Keane in diesem Jahr zum bestbezahlten Spieler in der englischen Premier League aufgestiegen war, zudem im Berichtsjahr fünf Heimspiele weniger gehabt habe, seien die Stadioneinnahmen auf 36,6 Mill. Pfund gesunken. Die Aktie reagierte auf die Zahlen an der Londoner Börse mit moderaten Kursverlusten.

Manchester United-Chairman Roland Smith teilte mit, der Traditionsclub halte an seiner Strategie fest. "Die Strategien, die Manchester United in den letzten zehn Jahren zu dem Erfolg, den es hatte, verholfen haben, bleiben weiterhin in Kraft," sagte Smith. Damit werde sichergestellt, dass die Aktionäre von Manchester auch weiterhin hohe Ergebnisse erzielen würden, fügte er hinzu. Nach Einschätzung des Manchester-Chairmans stelle die aktuelle Diskussion in der Europäischen Union über das Transfersystem der europäischen Fussballclubs eine Herausforderung dar. Dies könne einen erheblichen Einfluss auf die Finanzen der Clubs haben. Aber solange in diesem Punkt noch keine Entscheidung gefallen sei, sei nicht klar, wie sich dies auf Manchester United auswirken werde, sagte Smith.

Umsätze aus TV-Übertragungen gestiegen

Nach Angaben des Clubs stieg der Umsatz im Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 116 Mill. Pfund. Der operative Gewinn vor Spieler-Amortisierungen und außergewöhnlichen Kosten habe 30,1 Mill. Pfund betragen, verglichen mit 32,3 Mill. Pfund im Vorjahr. Die Schlussdividende sei auf 1,32 Pence nach 1,25 Pence im Vorjahr angehoben worden, hieß es weiter. Durch die Teilnahme an der Champions League stiegen die Umsätze aus TV-Übertragungen auf einen Rekordwert von 30,5 Mill. Pfund. Die Werbeerlöse inklusive anderer Einnahmenquellen legten auf 23,6 Mill. Pfund zu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Manchester United vier neue Spieler gekauft, darunter den französischen Torwart Fabien Barthez für alleine 7,8 Mill. Pfund.

Unsicherheiten über die zukünftige Ausgestaltung der Transferzahlungen für den Spielerkauf hatten in jüngster Zeit der Manchester-United-Aktie deutliche Kurseinbußen beschert. Bis zum Nachmittag büßte die Aktie 4-1/4 Pence oder 1,54 % auf 273-3/4 Pence ein. Im März hatte die Aktien noch einen Höchststand von über 400 Pence verzeichnet.

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