Aktie steht unter Druck
Online-Buchhändler Barnes & Noble.com macht hohe Verluste

dpa NEW YORK. Der amerikanische Online-Buchhändler Barnes & Noble.com hat im ersten Halbjahr 2000 wegen höherer Ausgaben und eines unerwartet geringen Umsatzanstiegs massive Verluste verbucht. Die Gesellschaft ist nach dem Branchenprimus Amazon.com einer der führenden amerikanischen Online-Einzelhändler. Großaktionäre sind der größte US-Bucheinzelhändler Barnes & Noble und die Bertelsmann AG. Auch Amazon.com hatte vor wenigen Tagen die Wall Street mit seinen Geschäftsergebnissen enttäuscht.

Barnes & Noble.com verdoppelte den Umsatz im ersten Halbjahr 2000 auf 141,4 Mill. $ (298 Mill. DM/153 Mill. Euro) im Vergleich zum Vorjahresabschnitt. Das teilte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit. Die Gesellschaft verbuchte jedoch auch einen großen Halbjahresverlust von 89,6 (42,2) Mill. $. Im zweiten Quartal stieg der Verlust bei einem Umsatz von 67,4 Mill. $ noch stärker und erreichte 45,4 (22) Mill. $.

Die Barnes & Noble.com-Aktien notierten am Montag, Ortszeit, mit 5 1/8 $ gegenüber einem Zwölfmonatshoch von 23,50 $. Da die roten Zahlen im zweiten Quartal höher als von der Wall Street erwartet waren, standen die Aktien am Dienstag im vorbörslichen Verkehr stark unter Druck.

Die Zahl ihrer Kunden hat die Gesellschaft im zweiten Quartal um 700 000 auf 5,5 Mill. erhöht. Sie lag damit Ende Juni um 39 % höher als Ende 1999. Barnes & Noble.com verwies auf Barreserven von 356 Mill. $. Damit seien Unkosten, Investitionen und Marketinginitiativen für mindestens 24 Monate zu finanzieren. Die Gesellschaft sei schuldenfrei.

In den kommenden 24 Monaten will Barnes & Noble.com einen operativen Gewinn verbuchen. Weiterhin hohe Ausgaben im nächsten Quartal könnten jedoch für das gesamte Jahr 2000 zu unerwartet hohen Verlusten führen. Die damit finanzierten Geschäftsinitiativen könnten jedoch nach Ansicht der Gesellschaft zu einem kräftigen Wachstum im Jahr 2001 beitragen.

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