Aktie stürzte auf einen Yen
Japanischer Baukonzern Aoki pleite

Der japanische Baukonzern Aoki ist unter einem milliardenschweren Schuldenberg zusammengebrochen. Das Unternehmen beantragte am Donnerstag vor Gericht Gläubigerschutz, wie der Konzern bekannt gab.

dpa TOKIO. Das mittelgroße Bauunternehmen hatte Verbindlichkeiten von konsolidiert 500 Mrd. Yen (8,8 Mrd DM/4,5 Mrd Euro) angehäuft. In Reaktion auf die Nachricht stürzte die Aktie an Tokios Börse auf einen Yen ab. Zuvor hatte sie um 20 Yen tendiert.

Offenbar hatten die Gläubigerbanken das angeschlagene Unternehmen als Pleitekandidaten neu eingestuft. Aoki hatte während der exzessiven Spekulationsphase Ende der 80er Jahre massiv in Immobilien investiert. Als der Wert der Investitionsobjekte einbrach, geriet der Konzern in schweres Fahrwasser. Hinzu kam die noch immer andauerende Wirtschaftskrise. Der Zusammenbruch des Unternehmens ist der schwerste in Japan seit dem Konkurs der Einzelhandelskette Mycal Corp Mitte September.

Bisher galt Japans Bauindustrie angesichts der hohen Zahl an Arbeitsplätzen und der Auswirkungen, die Pleiten in dieser Branche für die restliche Wirtschaft nach sich ziehen können, als "heilige Kuh". Doch der Zusammenbruch von Aoki könnte nun auch andere führende Banken ermuntern, ihre eigenen Kreditlinien für angeschlagene Kunden zu stutzen oder gar zu kappen. Denn Japans Banken leiden angesichts massiver Problemkredite selbst unter enormen Schwierigkeiten.

Die Regierung von Ministerpräsident Junichiro Koizumi hatte die Banken des Landes gedrängt, sich ihrer faulen Kredite verstärkt zu entledigen. Eine Lösung der Bankenprobleme gilt als eine Kardinalfrage für eine Gesundung der japanischen Volkswirtschaft.

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