Aktie verliert acht Prozent
ACG rutscht in die roten Zahlen

Der unter der weltweiten Flaute der Halbleiterbranche leidende Chip-Broker ACG ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 wie erwartet operativ in die roten Zahlen gerutscht.

Reuters WIESBADEN. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich auf minus 8,2 Millionen Euro belaufen, nach einem Gewinn im Vorjahr von 13 Millionen Euro, teilte die im Nemax50 gelistete Wiesbadener Gesellschaft am Montag mit. Der Umsatz sei auf 343,5 Millionen Euro von 362,8 Millionen Euro gesunken.

Für das Gesamtjahr 2002 rechne ACG mit einem leichten Umsatzanstieg und einem positiven Ebitda und Ebit in allen Geschäftsbereichen. Die Aktie von ACG verlor bis gegen Mittag rund sieben Prozent. Angesichts einer Geschäftsbelebung in den ersten beiden Monaten dieses Jahres geht ACG davon aus, den konjunkturellen Tiefpunkt im vierten Quartal 2001 überwunden zu haben. Die Rückkehr in die Gewinnzone werde für das zweite Halbjahr 2002 anvisiert.

Angesichts einer Geschäftsbelebung in den ersten beiden Monaten dieses Jahres geht ACG davon aus, den konjunkturellen Tiefpunkt im vierten Quartal 2001 überwunden zu haben. Die Rückkehr in die Gewinnzone werde für das zweite Halbjahr 2002 anvisiert.

Die Geschäftszahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr sind indes leicht besser ausgefallen, als von den von Reuters befragten Analysten prognostiziert. Diese hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 335,72 Millionen Euro und ein Ebitda von minus 8,89 Millionen Euro erwartet. ACG ist früheren Angaben zufolge für 2001 von einem Umsatz von 340 Millionen Euro und einem Ebitda-Verlust von bis zu acht Millionen Euro ausgegangen.

Der Rohertrag sei 2001 um 20 Prozent auf 33,6 Millionen Euro zurückgegangen, teilte die Gesellschaft weiter mit. Für das vierte Quartal gab ACG einen Umsatz von 88,5 (Vorjahr 127,96) Millionen Euro und einen Verlust beim Ebitda von 7,5 (plus 4,2) Millionen Euro an.

Der Bereich Technology Services habe einen Umsatzrückgang um 15,3 Prozent auf 241,6 Millionen Euro verzeichnet, während das Ebitda auf 2,3 Millionen Euro von 9,7 Millionen Euro zurückgegangen sei. Die Entscheidung von ACG, einen schrittweisen Rückzug aus diesem niedrigmargigen Geschäft zu vollziehen, werde insbesondere die Tochter ATC in Frankreich betreffen. In den Prognosen für 2002 sei dies berücksichtigt.

Einen Umsatzanstieg habe hingegen der Bereich Identification Technologies mit 81,8 (77,7) Millionen Euro verbucht, hieß es weiter. Allerdings seien bedingt durch die schwache Nachfrage nach SIM-Karten Lagerbestände von sechs Millionen Euro abgeschrieben worden. Das Ebitda habe sich auf minus 12,2 Millionen Euro nach einem Plus von 0,4 Millionen Euro im Vorjahr belaufen. Dies führte ACG vor allem auf die verspätete Anpassung bei der Beteiligungsgesellschaft Bluefish zurück, die das Gesamtergebnis dieses Bereichs mit minus 12,5 Millionen Euro belasteten.

Die Aktie von ACG verlor bis gegen Mittag in einem insgesamt positiven Marktumfeld fast acht Prozent auf 6,46 Euro.

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