Aktie verlor 57 Prozent
Ceyoniq vor dem Aus

Der am Neuen Markt gelistete Software-Hersteller Ceyoniq hat am Freitag nach eigenen Angaben beim zuständigen Amtsgericht Insolvenzantrag gestellt und damit einen erneuten Kursrutsch der Aktie ausgelöst.

Reuters BIELEFELD. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei der Rechtsanwalt Hartmut Stange aus Bielefeld berufen worden, teilte Ceyoniq in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der Aktienkurs des Unternehmens stürzte am Freitagabend zeitweise um 57 Prozent auf 0,18 Euro, nachdem die Aktie zuvor wegen der Mitteilung vom Handel ausgesetzt worden war.

Ceyoniq war 2001 deutlich in die Verlustzone gerutscht, hatte aber Marktgerüchte zurückgewiesen, wonach die Firma vor einer Pleite stehen könnte. Der Jahresverlust 2001 hatte sich nach Unternehmensangaben auf 90,4 Millionen Euro summiert nach einem Überschuss von 8,7 Millionen Euro im Vorjahr. Ceyoniq begründete den Gewinneinbruch unter anderem mit dem schwachen Marktumfeld, Restrukturierungskosten sowie Forschungskosten.

Ceyoniq-Vorstandsmitglied Jürgen Brintrup hatte Reuters seinerzeit gesagt, die liquiden Mittel des Unternehmens lägen mit neun Millionen Euro noch auf dem Niveau vom September 2001. "Das reicht aus", hatte er hinzugefügt.

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