Aktie verlor über fünf Prozent
Beiersdorf trotzt der Konjunkurflaute

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf hat zwar im ersten Halbjahr 2002 mehr verkauft, musste aber gleichzeitig beim Gewinn Einbußen verzeichnen. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen aber mit einer Steigerung sowohl beim Umsatz wie beim Gewinn.

Reuters HAMBURG. Der Konzernumsatz sei in den ersten sechs Monaten um 3,3 Prozent auf 2,464 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist den Angaben zufolge unbereinigt um 10,3 Prozent auf 260 Millionen gefallen. In der Zahl der ersten sechs Monate des Jahres 2001 war der Verkauf eines Geschäftszweigs enthalten, ohne die das Ebit damals nur 252 Millionen Euro betragen hätte. Bereinigt habe es im ersten Halbjahr eine Steigerung des Ergebnisses um 3,3 Prozent gegeben, hieß es. Die Aktie des Konzerns gab am Dienstagvormittag mit rund fünf Prozent deutlich stärker als der Markt nach.

Umsatzprognose für Gesamtjahr 2002 leicht gesenkt

Im Gesamtjahr 2002 erwartet der Kosmetikkonzern nach eigenen Angaben einen um Sondereffekte bereinigten Anstieg des Ebit um etwa sieben Prozent auf 460 Millionen Euro. Der Umsatz werde voraussichtlich um rund vier Prozent auf 4,7 Milliarden Euro steigen, hieß es. Bislang hatte Beiersdorf in seiner Prognose einen Umsatz von rund 4,75 Milliarden Euro erwartet.

Von Reuters befragte Analysten verschiedener Banken hatten in der vergangenen Woche im Durchschnitt für das erste Halbjahr einen Umsatz von 2,435 Milliarden Euro und ein Ebit von 263 Millionen Euro erwartet und trafen damit in etwa die vom Unternehmen vorgelegten Zahlen.

In Deutschland habe der Umsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen, teilte Beiersdorf weiter mit. In Europa insgesamt sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent angestiegen. In Amerika habe man um 10 Prozent geringere Erlöse erzielt, hieß es. Verantwortlich dafür seien Wechselkursverschiebungen und Turbulenzen in Lateinamerika gewesen. Die Region Afrika/Asien und Australien hat sich den Angaben zufolge mit einem Umsatzwachstum von 10,2 Prozent planmäßig entwickelt.

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