Aktie vom Handel ausgesetzt
WCM sieht wegen Abschreibungen rot

Nachdem die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz Gesellschaft heute bekannt gab, ihre Geschäftszahlen 2002 mit einem dicken Rotstift schreiben zu müssen, wurden die WCM-Aktien vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

Reuters FRANKFURT/M. WCM will im laufenden Jahr aber wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weise 2002 einen Verlust von 860 Millionen Euro aus, teilte WCM am Freitag mit. Die Höhe der Abschreibungen gab das Unternehmen mit 617 Millionen Euro an. Dabei handele es sich nahezu ausschließlich um Abschreibungen auf Aktienbesitz, sagte WCM-Vorstandschef Roland Flach auf Anfrage. WCM habe die Aktien konservativ bewertet. Die Werte seien an die Risiken angepasst worden, die an den Aktienmärkten entstanden seien.

Flach: 2003 schwarze Zahlen bei normalen Marktverhältnissen

"Normale Verhältnissen an den Börsen vorausgesetzt, gibt es keine Veranlassung für die Annahme, dass wir 2003 wieder rote Zahlen schreiben", sagte Flach weiter. Den vollständigen Jahresabschluss 2002 will WCM am 24. April vorstellen. Die Beteiligung von WCM an der Commerzbank gab WCM weiterhin mit 5,5 Prozent an. An den Klöckner-Werken hält das Unternehmen 83,3 Prozent und an der IVG-Holding mittlerweile 54,4 Prozent.

Im Segment Immobilien seien die wohnungswirtschaftlichen Aktivitäten von WCM nur in geringem Maß von der übrigen Entwicklung betroffen, hieß es weiter.

Die Aktie von WCM wurde bis 14.15 Uhr vom Handel ausgesetzt. Vor der Aussetzung hatte die Aktie mit 4,47 Prozent im Minus bei 1,71 Euro gelegen. Seit März vergangenen Jahres hat das Papier 85 Prozent seines Wertes verloren.

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