Aktie zieht nachbörslich an
Oracle sieht Talsohle endgültig erreicht

Der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller Oracle hat in seinem zweiten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn die eigenen und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Für das dritte Quartal prognostizierte der SAP-Konkurrent zudem einen Gewinn im Rahmen der derzeitigen Markterwartungen. Oracle-Aktien reagierten nachbörslich mit einem kräftigen Kurssprung.

Reuters REDWOOD SHORES/SAN FRANCISCO. Der Netto-Gewinn sei im abgelaufenen Quartal (per Ende November) auf 535 Mill. Dollar von 549 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte Oracle im kalifornischen Redwood Shores am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Der Gewinn je Aktie blieb mit zehn Cent unverändert. Der Umsatz sank auf 2,31 Mrd. Dollar von 2,38 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von acht Cent gerechnet bei einem Umsatz von 2,22 Mrd. Dollar. Oracle-Aktien zogen nachbörslich auf mehr als elf Dollar an, nachdem sie den offiziellen Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq mit Abschlägen von 3,54 % bei 10,63 Dollar beendet hatten.

Für das laufende dritte Geschäftsquartal erwartet Oracle nach Worten seines Finanzchefs Jeff Henley einen Gewinn je Aktie von neun bis zehn Cent. Von Thomson First Call befragte Analysten rechnen derzeit im Schnitt mit neun Cent Gewinn je Aktie bei einem Umsatz von 2,32 Mrd. Dollar. Der Umsatz werde im dritten Quartal voraussichtlich kaum verändert sein oder um bis zu vier Prozent zum Vorjahr zulegen, sagte Henley. "Wir sind derzeit optimistischer als wir es seit dem Einbruch in der Branche vor zwei Jahren jemals gewesen sind", sagte er. "Ich denke, wir haben die Talsohle erreicht."

Die Erlöse aus dem für Oracle wichtigen Datenbankgeschäft lagen im abgelaufenen Quartal den Angaben nach mit 643 Mill. Dollar leicht über Vorjahresniveau. "Wir sind erfreut, dass unser Datenbank-Geschäft wieder zugelegt hat", erklärte Oracle-Chef Larry Ellison. Insgesamt sank der Umsatz mit Software-Lizenzen im Jahresvergleich um sechs Prozent. Im dritten Quartal werde der Umsatz mit Software-Lizenzen in einer Spanne von minus fünf Prozent bis plus fünf Prozent im Vergleich zu den 777 Mill. Dollar im Vorjahr liegen, prognostizierte Henley.

Oracle selbst hatte für das zweite Quartal eine eher konservative Prognose abgegeben. Danach rechnete das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie zwischen acht und neun Cent und einem Umsatzrückgang zwischen vier und sieben Prozent auf 2,21 Mrd. bis 2,29 Mrd. Dollar. Analysten zeigten sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung bei Oracle. "Es war ein gutes Quartal", sagte David Hilal von Friedman, Billings, Ramsey & Co.

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