Aktien 3,8-fach überzeichnet
Neue Infineon-Wertpapiere kosten 25 Euro

Die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung von Infineon werden zu 25 Euro ausgegeben.

rtr/vwd/jr FRANKUFRT. Das bestätigte das Unternehmen am heutigen Morgen. Der Halbleiterhersteller will inklusive der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 7,8 Millionen Aktien 60 Millionen neue Anteilsscheine ausgeben.

Dadurch würden Infineon brutto 1,5 Milliarden Euro zufließen. Der Chipproduzent will mit dem Erlös vor allem seine Investitionen in die neue 300-Millimeter-Chip- Fabrik in Dresden sichern und kurzfristige Schulden tilgen. Wegen der derzeit niedrigen Aktienkurse von Technologiewerten hatte es zeitweise Zweifel daran gegeben, ob Infineon die Kapitalmaßnahme wirklich durchziehen werde.

Die Nachfrage nach Infineon-Aktien sei vor allem von institutionellen Investoren aus Großbritannien, den USA und Deutschland gekommen. An diese Anlegergruppe seien fast alle Aktien zugeteilt worden. Insgesamt wurden Privatanlegern in Deutschland rund drei Prozent der angebotenen Aktien nach einheitlichen Kriterien für alle in die Platzierung einbezogenen Banken und ihre Vertriebspartner zugeteilt, heißt es weiter.

Jedem Privatanleger, der mit seinem Kaufauftrag bis zu 49 Aktien gezeichnet hat, werden keine Aktien zugeteilt, erläutert Infineon. Jedem Privatanleger, der bis zu 99 Aktien gezeichnet hat, werden 50 Aktien zugeteilt, wer zwischen 100 und 999 Aktien gezeichnet hat, erhält 50 Aktien und zusätzlich 50 % der darüber hinaus gezeichneten Aktienzahl. Bei Kaufaufträgen über 1 000 oder mehr Aktien erhalten Privatanleger eine pauschale Zuteilung von 1 000 Aktien. Es wurden insgesamt rund 225 Mill. Aktien nachgefragt. Damit sei die Platzierung unter Berücksichtigung der Aktien aus der Mehrzuteilungsoption rund 3,8-fach überzeichnet. Auf Basis des Verkaufspreises entspricht dies einem Nachfragevolumen von rund 5,6 Mrd. EUR.

Aktie fiel in dieser Woche auf ein Allzeittief

Die Infineon-Aktie war in dieser Woche bis auf ein Allzeit-Tief von 24,14 Euro gefallen. Am Donnerstag hatten die Titel mit 26,00 Euro geschlossen.

Fondsmanager hatten am Donnerstag den Ausgabenpreis für die neuen Aktien auf 24 bis 25 Euro geschätzt. Die Zeichnungsfrist für die neuen Anteile war am Donnerstag abgelaufen. In Kreisen hatte es bereits zuvor geheißen, die neuen Aktien seien mindestens zweifach überzeichnet und der Kapitalschritt werde trotz des niedrigen Aktienkurses auf jeden Fall umgesetzt. Vor allem Hedge-Fonds hätten die neuen Anteilsscheine gezeichnet, hatte ein Fondsmanager gesagt. Rund 60 Prozent der Zeichnungen kämen von institutionellen Anlegern aus Deutschland, 20 Prozent aus dem restlichen Europa und zehn Prozent aus Großbritannien, sagte anderer Fondsmanager.

Infineon-Vorstandschef Ulrich Schumacher hatte vor Beginn der Präsentationen vor institutionellen Anlegern als Ziel einen Ausgabepreis von rund 27 Euro und einem Erlös von 1,7 Milliarden Euro genannt. Durch die Kapitalerhöhung steigt Branchenexperten zufolge die Gewichtung von Infineon im deutschen Aktienindex um zwei Prozent. Deshalb würden Index-abhängige Fonds Infineon-Aktien kaufen, hieß es.

Die Mehrheit an Infineon wird auch nach der Kapitalerhöhung Siemens halten. Der Konzern hat aber bereits angekündigt, sich bei Infineon zurückzuziehen.

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