Aktien brechen ein
Intertainment mit Umsatz- und Gewinnwarnung für 2000

Die Intertainment AG hat am Freitag eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2000 ausgegeben. Der Aktienkurs der am Frankfurter Neuen Markt notierten Gesellschaft brach daraufhin um über 26 % ein und sackte auf einen neuen Jahrestiefststand von 15,10 Euro ab.

rtr FRANKFURT. Die Intertainment AG hat ihre Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr 2000 deutlich nach unten korrigiert. Statt eines ursprünglich prognostizierten Umsatzes von 290 Millionen DM werde nun ein Umsatz von rund 170 Millionen DM erwartet, teilte die am Frankfurter Neuen Markt notierte Gesellschaft am Freitag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde sich 2000 voraussichtlich auf 60 Millionen DM anstatt prognostizierten 84 Millionen DM belaufen. Grund für die Korrektur seien Verhandlungen über TV-Rechte, die sich verschoben hätten, hieß es weiter. Zudem habe sich die Lieferung beziehungsweise der Start von drei Kinofilmen und damit auch der Verkauf der Free-TV-Rechte ins kommende Jahr verlagert. Damit würden in diesen Bereichen Umsätze und Gewinne ebenfalls erst im kommenden Jahr generiert.

Intertainment AG- Intraday-Chart

Das Unternehmen habe die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres mit einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum abgeschlossen, hieß es in der Pflichtveröffentlichung. "Der Umsatz steigerte sich in der Berichtsperiode um 335 Prozent auf 145,3 (neun Monate 1999: 33,4) Millionen DM", hieß es. Das Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts sei auf 51,4 (10,4) Millionen DM, das Ebit auf 63,4 (12,1) Millionen DM und der Jahresüberschuss auf 24,3 (4,3) Millionen DM gestiegen.

Probleme mit Lizenzrechten

Grund für die Korrektur der Planzahlen seien Verhandlungen über TV-Rechte, die sich verschoben hätten, hieß es weiter. Zudem habe sich die Lieferung beziehungsweise der Start von drei Kinofilmen und damit auch der Verkauf der Free-TV-Rechte in das kommende Jahr verlagert. Damit würden in diesen Bereichen Umsätze und Gewinne ebenfalls erst im kommenden Jahr generiert.

Intertainment-Vorstandschef Rüdiger Baeres sagte, es handele sich um die Filme "Get Carter" mit Sylvester Stallone, "The Pledge" mit Jack Nicholson und "The whole Shebang". Bei diesen Filmen sei es zu Produktions- und Lieferverzögerungen gekommen, so dass sich die gesamteuropäischen Kinostarts auf das nächste Jahr verschoben hätten, fügte Baeres hinzu. Daher würden in diesen Bereichen Umsätze und Gewinne ebenfalls erst im kommenden Jahr generiert.

Hinzu komme, dass sich der Videostart des John Travolta-Filmes "Battlefield Earth" in Gesamteuropa verschoben habe, sagte Baeres weiter. Aufgrund des mangelnden Erfolges des Filmes in den USA habe Travolta an der Postproduktion einige Änderungen vornehmen wollen, fügte er hinzu.



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