Aktien büßten am Neuen Markt rund 10 % ein
Expansionskosten belasten Primacom-Ergebnis

Der Kabelnetzbetreiber Primacom AG ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei höherem Umsatz tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Reuters FRANKFURT. Während der Proforma-Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 % auf 106,2 Mill. Euro gestiegen sei, habe sich der Proforma-Nettoverlust auf 69 Mill. Euro von 42,7 Mill. Euro ausgeweitet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Mainz mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei auf 47,5 Mill. Euro nach 52,3 Mill. Euro zurückgegangen. Grund für den Rückgang seien Expansionskosten sowie Aufwendungen für die Aufrüstung der Kabelnetze und die Markteinführung neuer Dienste. Die am Frankfurter Neuen Markt notierten Primacom-Aktien büßten bis zum Nachmittag mehr als 10 % auf 12,40 Euro ein.

Als herausragendes Ereignis im dritten Quartal bezeichnete Primacoms den Kauf der N.V. Kabeltelevisie Kop-Noord-Holland (Multikabel). Um die positiven Auswirkungen von Multikabel auf Primacom zu zeigen, habe die Gesellschaft auf der Basis von Proforma-Zahlen berichtet, hieß es. Dabei sei von der Annahme ausgegangen worden, dass die Akquisition von Multikabel bereits zum 1. Januar 1999 erfolgt sei.

Im Zuge der Akquisition habe Primacom ihre Bankkredite mit einem neuen revolvierenden Tilgungsdarlehen in Höhe von 1 Mrd. Euro, zuzüglichen einer Kapitalmarktzwischenfinanzierung von 375 Mill. Euro, finanziert. Mit diesen Krediten verfüge Primacom nicht nur über die Akquisition von Multikabel, sondern auch über ausreichende Mittel für die Finanzierung ihres auf 10 Jahre ausgelegten Geschäftsplanes. Mit der fast hundertprozentigen Ausrüstung der Kabelnetze der niederländischen Tochtergesellschaft Multikabel und der Markteinführung von Internet- und Digital-TV-Diensten sei Primacom auf dem besten Weg, "schon bald ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen", hieß es.

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