Aktien der Autohersteller gehören zu den Verlierern
Dax fällt unter 7 200 Punkte

Der niedrige Kurs des Euro belastet den Dax. Dennoch überascht die Höhe der Verluste, da die übrigen europäischen Börsen keine vergleichbar starken Verluste hinnehmen mussten.

vwd FRANKFURT. Schwach notierten die deutschen Aktien am Mittwochnachmittag. Der Dax verlor bis gegen 17.05 Uhr 1,5 % bzw. 111,74 auf 7 182,66 Punkte. Bei dünnen Umsätzen tendierte der Markt recht lustlos, sagten Händler. Die "Zinsangst" gehe um, erneut geschürt durch Äußerungen einiger EZB-Mitglieder, die auch eine Erhöhung um 0,5  Prozentpunkte nicht ausschlossen. Der Euro belastete den Kurs erheblich, da sich die Erkenntnis verbreitete, dass auch ein großer Zinsschritt dem Euro mittelfristig nicht helfen wird. Dennoch überraschten die starken Verluste, da vor allem die übrigen europäischen Börsen keine vergleichbar starken Abschläge hinnehmen mussten.

Auf der Verliererseite standen vor allem die Aktien der Autohersteller. Von größeren strategischen Abgaben war die Rede. BMW verlor 4,6 % auf 36,40 Euro, DCX 2,1 % auf 58,55 Euro und VW 1,1 % auf 48,39 Euro. Der Sektor litt darunter, dass Goldman Sachs die Gewinnprognosen für DaimlerChrysler nach unten korrigiert hatte. Daneben belastete auch die Rückrufaktion von VW in Japan, so Beobachter weiter.

Die Finanztitel zeigten sich auf Grund der Zinsängste im Minus. Deutsche Bank verbilligten sich um 1,9 % auf 97,09 Euro, Dresdner Bank fielen um 3,4 % auf 50,54 Euro, und HypoVereinsbank gaben 0,1 % auf 65,79 Euro ab. Auch die Versicherungen Allianz und Münchner Rück wiesen Verluste aus. Bei Münchner Rück drückte eine größere Verkaufsorder den Kurs. Die Titel verloren 3,6 % auf 307,80 Euro. Lediglich die Commerzbank notierte nahezu unverändert bei 36,47 Euro. Marktteilnehmer berichteten von neuen Gerüchten nach der Übernahme von Donaldson, Lufkin & Jenrette durch die Credit Suisse Group.

Demnach wurde darüber spekuliert, dass der frühere Hauptaktionär von DLJ, Axa, mit dem Geld aus dem Verkauf die Anteile der CoBra an der Commerzbank übernehmen könnte. Schering litt Beobachtern zu Folge unter Gewinnmitnahmen und fielen um 5,1 % auf 57,92 Euro. Der Wert sei in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen, so dass die jetzigen Abgaben "normal" sind. Deutsche Telekom verloren 2,9 Euro auf 43,40 Euro. Der gesamte Telekommunikationssektor in Europa tendierte im Minus, so Händler. Vor allem nach den schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen von KPN habe es einen stärkeren Verkaufsdruck gegeben.

Deutlich im Plus notierten dagegen adidas-Salomon, die 2,2 % auf 59 Euro kletterten. Zuvor hatte die Bankgesellschaft Berlin den Titel auf "Kaufen" von zuvor "Akkumulieren" angehoben.

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