Aktien der Immobilienfirma kosten 6 Euro
Uniprof wagt einen Mini-Börsengang

Von der Absage der BHW-Platzierung und dem Scheitern des Börsenanlaufs von Private Media lässt sich die Uniprof Real Estate Holding AG nicht schrecken: Die Immobiliengesellschaft, die sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Objekte spezialisiert hat, will ihren Börsengang an den Geregelten Markt auch in dieser schwierigen Zeit durchziehen.

hof FRANKFURT/M. Ein Grund für diese mutige Entscheidung: Uniprof spielt in einer anderen Liga als die zuvor Gescheiterten - in einer niedrigeren. Das Unternehmen bietet seit heute und bis zum 15. März 670 000 Aktien zu einem Festpreis von 6 Euro je Titel zum Kauf an. Inklusive einer Mehrzuteilungsoption von 110 000 Aktien - beide Pakete stammen aus einer Kapitalerhöhung - beträgt das Emissionsvolumen maximal 4,68 Mill. Euro. Für Institutionelle Investoren ist die Emission damit uninteressant.

Dass sich auch in mageren Zeiten kleine Börsengänge realisieren lassen, hat die ebenfalls aus der Immobilienbranche stammende Vivacon AG gezeigt. Sie fand im Dezember genügend Nachfrage für Aktien im Wert von 18,6 Mill. Euro. Freude hatten die Anleger jedoch wenig an dem Papier: Seit dem Börsengang ist der Kurs um 40 % eingebrochen.

Im Gegensatz zur Vivacon AG, die sich als Spezialist für Erbbaurecht an eine weniger potente Klientel richtet, hat Uniprof vermögende Kapitalanleger und Eigennutzer im Visier. Erworben werden nach Aussagen des 34-jährigen Vorstandsvorsitzenden Oliver Heller vor allem unterbewertete Altbauten. Favorisiert werde eine Einzelprojektgröße von 5 bis 10 Mill. Euro, die je nach Zustand ein bis fünf Jahre in der Bilanz verblieben.

Die hohe Abhängigkeit von Einzelprojekten stieß bei Analysten ebenso auf Kritik wie der hohe Anteil der Kosten des Börsenganges, die mit 633 000 Euro etwa 15 % des erwarteten Emissionserlöses ausmachen. Kritik wurde gestern in Frankfurt auch an Darlehen von Heller und anderen Privatpersonen an die Gesellschaft geübt, da diese mit 10 % verzinst werden.

Die vorläufigen Zahlen der Stuttgarter sehen für das Jahr 2001 einen Umsatz von 34,1 Mill. Euro bei einem Jahresüberschuss von knapp 1,4 Mill. Euro vor. Bis 2004 soll der Umsatz mit einer kleinen Delle im laufenden Jahr auf 49,2 Mill. Euro und der Jahresüberschuss auf 1,9 Mill. Euro steigen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, bezogen auf 2003, gibt Konsortialführer K/L/M Equity AG mit 10,9 an. Anleger, die bis zum 4. März zeichnen, erhalten die Aktie für 5,70 Euro.

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