Aktien der staatsnahen Emittenten von US-Rentenpapieren sind günstig und risikokarm: Fannie Mae und Freddie Mac für defensive Anleger

Aktien der staatsnahen Emittenten von US-Rentenpapieren sind günstig und risikokarm
Fannie Mae und Freddie Mac für defensive Anleger

Nur eine Hand voll US-Unternehmen hat es geschafft, seit 1987 durchgehend zweistellige Gewinn-Wachstums-Raten aufzuweisen - beispielsweise Microsoft, Home Depot oder Schering Plough. Weniger bekannt ist, dass auch Fannie Mae und Freddie Mac, zwei staatsnahe Emittenten von hypothekengesicherten Rentenpapieren, in diese Starriege gehören

p>NEW YORK. Bei Anlegern sind vor allem die Renten-Emissionspapiere dieser Finanzinstitute populär. Der Grund: Sie liefern ähnliche Sicherheiten wie Staatspapiere, bieten aber höhere Renditen. Ihr Hauptgeschäft: Sie packen von Hypothekenbanken erworbene Darlehen zusammen und stückeln sie in marktfähige Rentenpapiere. Fannie Mae und Freddie Mac sind ursprünglich von der US-Regierun gegründet worden, um Menschen mit mittleren und unteren Einkommen die Finanzierung von Eigenheimen zu erleichtern. Später wurden die Einrichtungen privatisiert.

Als Aktien-Werte führen die Unternehmen eher ein Schattendasein mit mäßiger Nachfrage und vergleichsweise günstigen Kursen. Und das, obwohl beide Finanzinstitute wieder glänzende Zahlen vorgelegt haben. Freddie Mac hat innerhalb eines Jahres den Quartalsgewinn von 663 Mill. $ auf 1,36 Mrd. $ gesteigert. Ohne den einmaligen Effekt einer Änderung in der Rechnungslegung hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum um immerhin 29 % verbessert. Fannie Mae verbesserte den Quartalsgewinn um 24 % auf 1,44 Mrd. $. Beide Unternehmen haben besonders stark von den Zinssenkungen der Zentralbank profitiert, da diese die Refinanzierung berbilligten.

Derzeit läuft das Hypothekengeschäft trotz der Rezession glänzend. Sollte die US-Zentralbank ihre Zinspolitik ändern, dürfte sich der Gewinnzuwachs jedoch verlangsamen. Analysten schätzen aber, dass er sich weiterhin im zweistelligen Bereich bewegen wird. "Ich glaube, die Fannie Mae-Aktie läuft in diesem Jahr umso besser, je schwächer sich die Konjunktur entwickelt", meint Wertpapier-Analyst Judah Kraushaar von der Investmentbank Merrill Lynch. Seine Empfehlung lautet deshalb "Kaufen". Fannie und Freddie seien typische Werte für eine defensive Anlagestrategie.

Wertpapier-Analyst Jonathan Gray vom Investmenthaus Sanford C. Bernstein nennt für Fannie Mae ein Kursziel von 105 bis 110 $. Derzeit kostet die Aktie rund 79 $. Freddie Mac könne von derzeit 66 $ auf 80 $ steigen, glaubt er.

Anlegern mag die enge Verbindung mit Washington verdächtig erscheinen, außerdem ist das Geschäft nicht leicht zu verstehen. Jahrzehnte stetigen Wachstums sprechen jedoch für sich. Analyst Kenneth Posner von der Investmentbank Morgan Stanley glaubt: "Fannie Mae mag zwar riesig sein. Aber das Emissionshaus kann noch lange weiter wachsen, bevor es an die Decke stößt."

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