Aktien des kanadischen Telekomausrüsters brechen ein
Nortel vom Handel ausgesetzt

Die Aktien des kanadischen Telekomausrüsters Nortel Networks sind gestern Abend vom Handel in Toronto ausgesetzt worden. Firmenverantwortliche waren zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

HB NEW YORK/TORONTO. Zuvor war der Aktienkurs nach Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal deutlich eingebrochen. Er verlor am späten Nachmittag in New York über 27 % und sank auf etwa 46 $. Das US-Brokerhaus Lehman Brothers nahm die Umsatzentwicklung des Unternehmens zum Anlass, die Aktie herabzustufen. Nortel hatte am Dienstag nach Börsenschluss zwar einen höheren Gewinn gemeldet als erwartet, der Umsatz lag mit 7,31 Mrd. $ jedoch unter den Erwartungen einiger Analysten, die mit bis zu 7,63 Mrd. $ gerechnet hatten. Der Nettogewinn belief sich im Berichtszeitraum auf 574 Mill. $ (1,34 Mrd. DM) oder 18 Cent je Aktie, verglichen mit 314 Mill. $ oder elf Cent je Aktie ein Jahr zuvor. Umsatz und Gewinn je Aktie sollen 2001 zwischen 30 und 35 % steigen, prognostizierte Nortel.

Der Nortel-Vorstandsvorsitzenden John Roth und der Finanzvorstand Frank Dunn erklärten die Umsatzentwicklung mit dem Einkaufsverhalten ihrer Kunden. Diese hätten vor dem dritten Quartal hohe Lagerbestände aufgebaut, weil sie mit einem Versorgungsengpass bei Bauteilen für Glasfasernetze gerechnet hätten. Nortel habe aber diesen Lieferengpass im dritten Quartal verhindert, worauf die Kunden zunächst ihre Bestände aufgebraucht hätten. Bei dieser Entwicklung habe es sich um einen Ausreißer gehandelt. Nortel werde nun den Absatzmarkt besser beobachten.

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