Aktien drehen nach den Kursrutschen ins Plus
Entspannung am Neuen Markt

Die Aktien am Neuen Markt haben sich bis Dienstagmittag nach den Kursrutschen vom Vortag leicht erholt und ins Plus gedreht. Der Auswahlindex Nemax 50 stieg bis 12.30 Uhr um 1,85 % auf 929,08 Punkte. Der alle Aktienkurse abbildende Nemax All Share legte um 2,27 % zu auf 960,64 Zähler. Der Nemax 50 war am Montag zeitweise unter die 900er-Marke gefallen.

dpa-afx FRANKFURT. Einen Aufschwung bis zum Mittag erlebten vor allem Werte von Finanz- sowie IT-Dienstleistern. Auch Biotechnologie-Papiere konnten zulegen. Die Aktien von Qiagen tummelten sich unter den Nemax 50-Gewinnern. Sie legten um 3,43 % auf 20,22 Euro zu. Qiagen bietet Technologien und Produkte für die Isolierung und Reinigung von Nukleinsäuren an.

"Der Aufschwung der Qiagen-Aktie ist eine technische Gegenreaktion. Viele sagen sich vielleicht, dass die Papiere wegen der Verluste jetzt günstig sind", sagte ein Händler. Auch andere Biotech-Aktien hätten am Vortag teilweise hohe Verluste verzeichnet und erholten sich jetzt etwas.

Im Nemax 50 behaupteten die Aktien des Medienkonzerns Kinowelt AG ihre Position als Spitzenreiter. Sie gewannen 27,50 % auf 0,74 Euro. Damit verzeichnete das Papier als einziges zweistellige Zuwachsraten bei den Prozentzahlen. Kinowelt produziert sowie vermarktet Filme und ist auch im Rechtehandel tätig.

"Reine Spekulation"

"Das ist reine Spekulation", beurteilte ein Händler den Aufschwung. "Gerade sehr niedrige Werte gehen schnell rauf und runter." Die Prozentzahlen seien hier "reine Makulatur", da es nur um Veränderungen von ein paar Cents gehe. Ein anderer Händler pflichtete ihm bei: "Das ist nichts Nachhaltiges. Wie bei den meisten Aktien, die deutlich unter 1 Euro liegen, sind hier Zocker am Werk." Nachrichten aus dem Medienkonzern hätten mit dem Plus nichts zu tun. "Die hoch verschuldete Kinowelt hat das Aus vor Augen und ringt um Kredite".

Der größten Verlierer im Nemax 50 war bis zum Mittag erneut das Software-Unternehmen Heyde AG . Die Aktien des Logistiksoftware-Spezialisten verloren 8,76 % auf 1,25 Euro. Heyde hatte bereits am Vortag zeitweise die Nemax-Verliererliste angeführt.

"Man muss berücksichtigen, dass bei Heyde der Umsatz sehr schwach ist - und das seit zwei bis drei Wochen", sagte ein Händler. "Momentan leidet das Papier unter diesen geringen Umsätzen ganz ganz stark." Er sprach von einem "Käuferstreik". "Auf aktueller Basis ist Heyde ein 'turn-around-Kandidat': Das heißt, dass die Aktie in einem besseren Marktumfeld auf bis zu zwei Euro steigen könnte."

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