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Aktien Europa Ausblick: Behauptet erwartet - Techwerte nach Intel unter Druck

Belastet von einem enttäuschenden Intel-Ausblick werden die europäischen Börsen ungeachtet einer Schlussrallye der US-Börsen am Freitag voraussichtlich nur gut behauptet in den Handel starten. Die Citibank sah den Eurostoxx 50 rund eine Stunde vor Handelsbeginn bei 2 716 Zählern und damit leicht über dem Vortagesschluss von 2 711,16 Punkten. Die gesenkte Umsatz- und Gewinnprognose des weltgrößten Chipherstellers Intel dürften die übrigen Themen an den Aktienmärkten dominieren, sagten Händler.

dpa-afx PARIS. Belastet von einem enttäuschenden Intel-Ausblick werden die europäischen Börsen ungeachtet einer Schlussrallye der US-Börsen am Freitag voraussichtlich nur gut behauptet in den Handel starten. Die Citibank sah den Eurostoxx 50 rund eine Stunde vor Handelsbeginn bei 2 716 Zählern und damit leicht über dem Vortagesschluss von 2 711,16 Punkten. Die gesenkte Umsatz- und Gewinnprognose des weltgrößten Chipherstellers Intel dürften die übrigen Themen an den Aktienmärkten dominieren, sagten Händler.

Tags zuvor hatten die US-Börsen in den letzten beiden Handelsstunden mit einer Kursralley auf die Entspannung der Ölpreise reagiert und mit einem Kursplus von mehr als einem Prozent geschlossen. Am Freitagmorgen stabilisierte sich der US-Rohölpreis im asiatischen Handel nach dem Höhenflug der Vortage deutlich unter der Marke von 45 $. Die Vorlage des viel beachteten US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag könnte auch für die europäischen Börsen kurz vor dem Wochenende nochmals Impulse liefern. Vor den Daten sei mit Zurückhaltung zu rechnen, hieß es.

Vor allem für Technologieaktien wie Stmicroelectronics , Philips und Infineon seien zu Handelsbeginn in Europa jedoch teils herbe Kurseinbußen absehbar, sagten Händler. Intel senkte am Vorabend zum zweiten Mal binnen zwei Monaten seine Gewinnmargen-Ziele für das dritte Quartal und die Umsatzerwartung. Die Nachfrage nach Computer- und Speicherchips für Telekom-Produkte sei schwächer als erwartet, hieß es zur Begründung. In New York brach die Intel-Aktie nachbörslich ein und verzeichnete rund zwei Stunden nach Handelsschluss bei hohen Umsätzen ein Minus von 7,71 % auf 19,98 $. Seit Ende Juni hat die Aktie knapp ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.

Auch EADS-Titel könnte in den Fokus rücken. Laut einem Pressebericht will Konkurrent Boeing gegen weitere Subventionierung der EADS-Tochter Airbus vorgehen. Analystenkommentare könnten ebenfalls Spuren auf der Kurstafel hinterlassen: Goldman Sachs stufte Astrazeneca von "In-Line" auf "Outperform" und senkte Roche von "Outperform" auf "In-Line". Die Titel der Air France senkten sie ebenfalls von "Outperform" auf "In-Line".

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