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Aktien Europa: Börsen drehen ins Minus - Steigender Ölpreis und Eurokurs

Die europäischen Aktiemärkte haben am Donnerstag nach frühen Zuwächsen ins Minus gedreht. Die Schwankungsbreiten waren jedoch recht gering. Der steigende Ölpreis und der Höhenflug des Euro ließen Händlern zufolge erneut Besorgnis an den Märkten aufkommen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Aktiemärkte haben am Donnerstag nach frühen Zuwächsen ins Minus gedreht. Die Schwankungsbreiten waren jedoch recht gering. Der steigende Ölpreis und der Höhenflug des Euro ließen Händlern zufolge erneut Besorgnis an den Märkten aufkommen. Zudem weisen die US-Futures auf Kursverluste zum Handelsstart an der New Yorker Börse hin.

Bis zur Mittagszeit hatten die Investoren zunächst einmal eine regelrechte Flut an Quartalsberichten zu verarbeiten. Am frühen Nachmittag bereits stehen zahlreiche Berichte von US-Unternehmen an. Zudem werden einige US-Konjunkturdaten wie etwa der Philly-Fed-Index veröffentlicht.

Der Eurostoxx 50 gab bis 13.00 Uhr um 0,22 Prozent auf 2 763,07 Punkte nach. Der Euronext 100 verlor 0,30 Prozent auf 626,21 Zähler. Der Pariser CAC-40-Index fiel um 0,26 Prozent auf 3 656,24 Punkte. Der niederländische AEX gab belastet von Ahold um 0,67 Prozent auf 323,32 Punkte nach. In London der Ftse-100-Index um 0,44 Prozent auf 4 596,10 Punkte.

Die Ahold-Aktie war mit minus 2,05 Prozent auf 5,25 Euro schwächster Wert im Auswahlindex der Eurozone. Der niederländische Einzelhändler büßte im dritten Quartal deutlich an Umsatz ein. Spitzenwert im Index war die Aktie des französischen Telekomausrüsters Alcatel mit plus 5,82 Prozent auf 10,72 Euro. Alcatel teilte am Mittwochabend mit, einen Auftrag im Wert von 1,7 Mrd. Dollar von der US-Telefongesellschaft SBC Communications erhalten zu haben.

Außerdem veröffentlichten zahlreiche Untenehmen in Frankreich Quartalszahlen: L'Oreal-Aktien waren drittschwächster Wert im Eurostoxx mit minus 1,41 Prozent auf 52,45 Euro. Der Kosmetikkonzern hatte am Vorabend Neunmonatszahlen für den Umsatz vorgelegt. Lehman Brothers senkte die Ertragsprognose für das Unternehmen im Zeitraum von 2004 bis 2006 um zwei Prozent und bestätigte die Aktie mit "Underweight". Auch andere Investmentbanken äußerten sich negativ.

Im CAC 40 waren Schneider Electric SA nach Umsatzzahlen für das dritte Quartal mit minus 1,95 Prozent auf 52,80 Euro schwächster Wert. Aktien des Unterhaltungselektronik-Herstellers Thomson hingegen gehörten zu den Gewinnern und legten nach Umsatzzahlen um 1,52 Prozent auf 17,35 Euro zu.

Aktien von Stmicroelectronics fielen um 0,50 Prozent auf 13,91 Euro. Der Chiphersteller verdiente im dritten Quartal bei gestiegenem Umsatz mehr als Experten erwartet hatten. Bei der Prognose für den Umsatz im vierten Quartal blieb das Unternehmen jedoch hinter der Analystenerwartung zurück. Zudem reduzierte Stmicro seine Prognosen für das Branchenwachstum im laufenden und kommenden Jahr.

In London rückten Astrazeneca nach Vorlage von sehr guten Quartalszahlen an die zweite Stelle im "Footsie" 100. Das Papier gewann Prozent auf Pence. Vor allem mit dem Medikament Crestor gegen Herz- und Gefäßkrankheiten habe der Pharmakonzern die Erwartungen übertroffen. Morrison (Wm.) Supermarkets stiegen trotz schwacher Halbjahreszahlen um 9,01 Prozent auf 211,75 Pence.

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