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Aktien Europa: Durchgehend etwas schwächer - Versicherer belasten

Europas Börsen haben am Freitag weiter unter der Dominanz des Ölpreises gelitten. Sie verzeichneten einheitlich Verluste, während der Ölpreis auf sehr hohem Niveau verharrte. Zudem belasteten die schwachen Kursverläufe von Versicherungswerten die Indizes.

dpa-afx PARIS/LONDON. Europas Börsen haben am Freitag weiter unter der Dominanz des Ölpreises gelitten. Sie verzeichneten einheitlich Verluste, während der Ölpreis auf sehr hohem Niveau verharrte. Zudem belasteten die schwachen Kursverläufe von Versicherungswerten die Indizes.

Der Eurostoxx 50 fiel im Mittagshandel 0,54 Prozent auf 2 761,03 Punkte zu. Der Euronext 100 gab um 0,75 Prozent auf 624,44 Zähler nach. Der Pariser CAC-40-Index lag mit 0,38 Prozent auf 3 650,90 Punkten im Minus. Der Londoner Ftse-100-Index fiel um 0,38 Prozent auf 4 612,00 Punkte.

Die Aktien von Versicherungen verzeichneten auf Grund von drohenden Anklagen in den USA am Freitag europaweit erhebliche Kursverluste. Besonders stark betroffen waren Unternehmen mit Geschäftsverbindungen in den Vereinigten Staaten. In New York hatte der Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer am Vortag eine erste Klage im Zusammenhang mit möglichen Wettbewerbsverstößen eingereicht. Die Münchener Rück verloren 4,14 Prozent auf 74,01 Euro, Allianz gaben 3,27 Prozent auf 81,27 Euro nach. AXA sanken um 2,47 Prozent auf 16,58 Euro. In London rutschten Royal & Sun ab mit einem Minus von 2,62 Prozent auf 74,25 Pence sowie die Legal & General Group , die 0,74 Prozent auf 100,50 Pence verloren.

Nokia arbeiteten sich nach Analystenkommentaren und den starken Kursbewegungen vom Vortag in die Führungsriege des Eurostoxx 50 vor. Das Papier legte um 1,21 Prozent auf 11,67 Euro zu. Nokia hatte am Vortag Geschäftszahlen veröffentlicht. Unter anderem äußerten sich die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein; sie hoben das Kursziel für Nokia von 10,30 auf 11,50 Euro und bestätigten den Titel mit "Hold".

An der Spitze des Londoner Ftse 100 standen BAE Systems mit einem Plus von 1,51 Prozent auf 234,75 Pence. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" (Freitagausgabe) aus Branchenkreisen sind die Gespräche zwischen dem Eurofighter-Partner BAE Systems und der britischen Regierung im Wesentlichen abgeschlossen. Die Verhandlungen in Großbritannien hatten das Milliardenprojekt um mehrere Monate verzögert.

Am Nachmittag werden Händler ihren Blick auf die USA richten. Dort wird eine Reihe von Konjunkturdaten erwartet, etwa die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze für den Monat September und der Empire State Index für Oktober. Außerdem will die Universität von Michigan ihren Index zum Verbrauchervertrauen für den Oktober bekannt geben.

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