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Aktien Europa Eröffnung: Gut behauptet - Intel stützt; Warten auf US-Zahlen

Unterstützt von einem positiv aufgenommenen Intel-Bericht sind die europäischen Standardwerte am Freitag mit gut behaupteter Tendenz gestartet. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist Händlern zufolge aber deutliche Zurückhaltung am Markt zu spüren - zumal die Nachrichtenlage dünn sei.

dpa-afx PARIS. Unterstützt von einem positiv aufgenommenen Intel-Bericht sind die europäischen Standardwerte am Freitag mit gut behaupteter Tendenz gestartet. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist Händlern zufolge aber deutliche Zurückhaltung am Markt zu spüren - zumal die Nachrichtenlage dünn sei. Der Ölpreis fällt tendenziell weiter, der Dollar stabilisierte sich.

Der Leitindex Eurostoxx50 gewann am Vormittag 0,17 Prozent auf 2 931,76 Zähler, nachdem bei 2 938,38 Punkten im frühen Verlauf der höchste Stand seit Anfang März erreicht wurde. Der Stoxx50 stieg um 0,24 Prozent auf 2 791,18 Punkte. Der Euronext 100 legte um 0,11 Prozent auf 654,64 Zähler zu. In Paris gewann der CAC 40 0,08 Prozent auf 3 814,40 Punkte, der SMI fiel um 0,05 Prozent auf 5 566,70 Zähler.

Halbleiterwerte stehen nach dem Quartalszwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel im Fokus. Asml-Aktien stiegen um 2,75 Prozent auf 12,35 Euro, Philips gewannen 1,00 Prozent auf 20,26 Euro und Stmicro legten 1,51 Prozent auf 15,44 Euro zu. Intel hatte am Vorabend sein Umsatzziel für das vierte Quartal auf 9,3 bis 9,5 Mrd. angehoben und damit positiv überrascht. Die Brutto-Gewinnspanne wird am oberen Ende der Spanne bis 57 Prozent gesehen. Laut Thomson/First Call hatten Analysten im Durchschnitt 8,968 Mrd. Dollar Umsatz erwartet.

ABB-Aktien sind um 11,93 Prozent auf 6,20 Franken gefallen. Der Industriekonzern hat einen Rückschlag in seinem langwierigen Rechtsstreit um Asbest-Klagen in den USA erfahren. Ein US-Berufungsgericht entschied am Donnerstagabend, die angestrebte Vergleichsvereinbarung zur Beilegung der Schadenersatzansprüche an eine untere Instanz zu verweisen.

Die Papiere der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) legten 0,30 Prozent 23,61 Euro zu. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern rechnet sich Chancen auf einen Rüstungsauftrag der US-Regierung in Milliardenhöhe aus. EADS-Co-Chef Philippe Camus zufolge könnte EADS Aufträge im Wert von zehn Mrd. Dollar erhalten. Derzeit bereite das Unternehmen Angebote vor allem für Tankflugzeuge vor. Insgesamt plane das US-Militär Ausschreibungen im Gesamtwert von 40 Mrd. Dollar.

Finanzwerte stehen ebenfalls im Blick. Die niederländische Finanzgruppe ING Groep verkauft die deutsche Tochter BHF Bank in drei Teilen, wobei der Großteil der Tochter für 600 Mill. Euro an Sal. Oppenheim gehe. Die Aktien legten 0,75 Prozent auf 21,45 Euro zu. Der dänische Carlsberg-Konzern will die Biermarke Holsten weltweit stärker ausbauen. Carlsberg hatte Holsten vor knapp einem Jahr gekauft.

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