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Aktien Europa Eröffnung: Nach freundlichem Start schwächer - Ölpreis belastet

Die europäischen Börsen sind nach einem überwiegend freundlichen Start ins Minus gedreht. Händler erklärten die schwächere Tendenz mit dem hohen Ölpreis. Der Eurostoxx 50 sank bis 10.50 Uhr um 0,27 Prozent auf 2 765,91 Punkte.

dpa-afx PARIS. Die europäischen Börsen sind nach einem überwiegend freundlichen Start ins Minus gedreht. Händler erklärten die schwächere Tendenz mit dem hohen Ölpreis. Der Eurostoxx 50 sank bis 10.50 Uhr um 0,27 Prozent auf 2 765,91 Punkte. Der Euronext 100 gab um 0,35 Prozent auf 627,08 Zähler nach; der Pariser CAC-40-Index verlor 0,40 Prozent auf 3 656,21 Punkte.

Anhaltende Sorgen über Lieferengpässe vor Beginn der Heizperiode trieben den Ölpreis auf neue Rekordhöhen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Lieferung im November kostete im asiatischen Handel bis zu 55,33 Dollar und damit 40 Cent mehr als am Freitag bei Handelsschluss an der New Yorker Warenterminbörse Nymex.

Die ING-Aktie büßte 1,30 Prozent auf 20,44 Euro ein. Der niederländische Finanzkonzern erklärte, er ziehe sich aus dem US-Lebensversicherungsgeschäft zurück. Die Sparte sei an die Scottish Re übertragen worden. Dies führe zu einem Nachsteuerverlust von 500 Mill. Dollar, teilte ING mit. Davon würden 160 Mill. Dollar im dritten Quartal und 100 Mill. Dollar im vierten Quartal verbucht. Die verbleibenden 240 Mill. Dollar würden sich im Laufe der Zeit amortisieren. Scottish Re übernehme künftig die volle operative Verantwortung des US-Geschäfts.

Aktien der ABN Amro verteuerten sich an der Spitze des Eurostoxx 50 um 1,58 Prozent auf 18,66 Euro und profitierten damit von einer Hochstufung. Die UBS hob die Bewertung der Bank-Aktie wegen ihres Fusionspotenzials auf "Buy" an. Das Kursziel setzte sie von 19 auf 26 Euro hoch.

Im CAC 40 verlor die Aktie der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) nach morgendlichen Gewinnen zuletzt 0,60 Prozent auf 21,42 Euro. Der Rüstungskonzern prüft die Erhöhung der Jahresprognose für das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit). Bislang geht EADS von 2,1 Mrd. Euro aus.

In der Schweiz gab die ZFS-Aktie um 1,14 Prozent auf 165,40 Franken nach. Der Versicherer erwartet durch die jüngste Serie von vier Hurrikans eine Ergebnisbelastung von 525 Mill. Dollar vor Steuern. Nach Steuern ergebe dies Kosten von 400 Mill. Dollar. Der Schaden werde im dritten Quartal verbucht, so der Versicherer.

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