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Aktien Europa: Etwas fester - Versicherer an der Spitze, Ölwerte unter Druck

Gestützt von positiven Vorgaben dank fallender Ölpreise haben die europäischen Standardwerte am Donnerstagmittag zumeist etwas fester tendiert. Der Anstieg des Dow Jones auf ein Neunmonats-Hoch am Vorabend stütze die Börsen, sagten Händler.

dpa-afx PARIS/LONDON. Gestützt von positiven Vorgaben dank fallender Ölpreise haben die europäischen Standardwerte am Donnerstagmittag zumeist etwas fester tendiert. Der Anstieg des Dow Jones auf ein Neunmonats-Hoch am Vorabend stütze die Börsen, sagten Händler. Allerdings bereite der Dollarverfall Sorgen - der Euro hat bei 1,3 383 Dollar ein neues Rekordhoch markiert und ist bis zum Mittag nur leicht gesunken.

Der Leitindex Eurostoxx50 gewann am Mittag 0,44 Prozent auf 2 925,91 Zähler, der Stoxx50 stieg um 0,41 Prozent auf 2 785,68 Punkte. Der Euronext 100 legte 0,35 Prozent auf 653,79 Zähler zu. In Paris gewann der CAC 40 0,42 Prozent auf 3 812,78 Punkte, der Ftse-100-Index legte in London 0,34 Prozent auf 4 751,90 Zähler zu.

Aktien aus dem Versicherungssektor setzten sich an die Spitze der Indizes. Händler nannten positive Signale für die Branche von Swiss Life Holding . Der Versicherungskonzern hat seine Ziele bestätigt und will in den kommenden Jahren um mindestens ein Prozent stärker wachsen als der Markt. Swiss Life standen in Zürich mit plus 4,19 Prozent auf 159,10 Schweizer Franken an der SMI-Spitze. Zudem stütze die positive Börsenentwicklung den Sektor, der über den steigenden Wert ihrer Beteiligungen profitiert. In Europa gewannen Aegon 2,11 Prozent auf 9,69 Euro, AXA legten 1,90 Prozent auf 9,69 Euro zu.

Techwerte zählten wegen guter Vorgaben ebenfalls zu den Favoriten. Alcatel legten 1,51 Prozent auf 12,12 Euro zu. Der Telekom-Ausrüster baut Arbeitsplätze ab. Philips gewannen 1,37 Prozent auf 19,95 Euro. Das Joint-Venture LG Philips hat im November erstmals mehr als drei Mill. großformatige TFT-LCD-Bildschirme verkauft. Spitze im Eurostoxx50 waren aber Vivendi Universal mit plus 2,15 Prozent auf 22,80 Euro. Presseberichten zufolge wird Unternehmenschef Jean-Rene Fourtou die operative Kontrolle des Medienunternehmen im Frühjahr 2005 abgeben.

Ölwerte rutschten unterdessen ans Ende des Eurostoxx50. Total waren mit minus 1,51 Prozent auf 163,20 Euro die größten Verlierer im Leitindex, Repsol-YPF gaben 1,25 Prozent auf 18,12 Euro ab und Royal Dutch verloren 1,04 Prozent auf 42,90 Euro. Händlern zufolge belastet der deutlich gefallene Ölpreise. Am Vorabend kam es in Folge hoher US-Lagerbestände zu einem Rückgang um mehr als drei Dollar.

In London gewannen die Stammaktien von United Utilities nach einem positiv aufgenommenen Bericht der britischen Regulierungsbehörde (Ofwat) 4,64 Prozent auf 598,00 Pence. Reed Elsevier rutschten dagegen mit minus 3,18 Prozent auf 472,00 Pence ans "Footsie"-Ende. Das britisch-niederländische Verlagshaus hat in seinem Zwischenbericht nach Einschätzung von Helabatrust keine Besserungstendenzen zeigen können. Die CSFB und UBS bestätigten die Empfehlungen "Outperform" und "Buy".

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