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Aktien Europa: Etwas schwächer - Großer Verfallstermin belastet - Kaum Impulse

Geprägt vom großen Verfall an den Terminmärkten sind die europäischen Standardwerte am Freitagmittag deutlich ins Minus gerutscht.

dpa-afx PARIS/LONDON. Geprägt vom großen Verfall an den Terminmärkten sind die europäischen Standardwerte am Freitagmittag deutlich ins Minus gerutscht. Im Zuge des Verfalls um 12.00 Uhr wurden einem Händler zufolge einige Einzelwerte und der Eurostoxx50 etwas nach unten gedrückt - ansonsten sei der Handel bei dünner Nachrichtenlage ereignislos. Im Verlauf könnten die weiteren Verfallstermine noch Bewegung bringen, dann dürfte es bis zum Jahresende ruhig bleiben.

Der Leitindex Eurostoxx50 verlor zuletzt 0,79 Prozent auf 2 906,44 Zähler, der Stoxx50 fiel um 0,52 Prozent auf 2 772,04 Punkte. Der Euronext 100 gab 0,58 Prozent auf 650,77 Zähler ab. In Paris verlor der CAC 40 0,95 Prozent auf 3 774,31 Punkte. Der Londoner Ftse-100-Index gab 0,41 Prozent auf 4 715,90 Zähler ab.

Enel-Aktien verloren 0,91 Prozent auf 7,04 Euro. Wie erwartet hat das Konsortium um den Italiener Cesare Romiti dem italienischen Versorger ein Angebot für deren Mobilfunk-Tochter Wind vorgelegt. Demnach können jederzeit zwei Mrd. Euro in den Mobilfunkanbieter investiert werden. Das Angebot des Konsortiums bewertet Wind eigenen Angaben zufolge mit zwölf Mrd. Euro, ohne jedoch weitere Details zu nennen, wie sich diese Bewertung errechnet. Ob es sich um eine Komplettübernahme oder nur um einen Mehrheitseinstieg handelt, war aus den Unterlagen nicht ersichtlich.

Aktien des europäischen Luft- und Raumfahrtunternehmens EADS profitieren laut Händlern mit plus 1,24 Prozent auf 21,19 Euro von Meldungen das Airbus-Chef Noel Forgeard die Nachfolge von Philippe Camus als Co-Chef antreten soll. Zum Airbus A380 gab es widersprüchliche Aussagen. Forgeard hat dem deutschen EADS-Chef Rainer Hertrich widersprochen, die Entwicklung des Großflugzeuges A380 komme 1,45 Mrd. Euro teurer als geplant. "Die Entwicklungskosten betragen rund zehn Mrd. Euro. Ich hoffe, dass wir im Budget bleiben", sagte Forgeard dem französischen Nachrichtensender LCI.

Astrazeneca-Aktien brachen nach Bekanntgabe von Daten zu dem Medikament Iresse um 8,80 Prozent auf 1 875,00 Pence ein. Die Ergebnisse waren Börsianern zufolge enttäuschend, nachdem Iressa keine grundsätzlich besseren Überlebensdaten gezeigt hatte. Zugleich bestätigte der Pharmakonzern die EPS-Prognose vor Sonderposten bei 2,10 Dollar je Aktie und gab Änderungen im Management bekannt. Cairn Energy brachen wegen eines enttäuschenden Zwischenberichts ebenfalls ein. Die Aktien des britischen Öl-Explorationsunternehmens verloren 24,38 Prozent auf 1 030,00 Pence.

In Zürich hielten die schwer gewichten Pharmawerte ihre Kursgewinne: Novartis gewannen 0,17 Prozent auf 57,35 Schweizer Franken. Der Pharmakonzern geht bei der Vermarktung und dem Vertrieb von Emselex gegen Blasenschwäche in Deutschland mit Bayer Vital eine Kooperation ein. Roche Holding sprangen um 1,99 Prozent auf 127,90 Franken an. Der Konzern sei stark im Krebsgeschäft engagiert und profitiere entsprechend von einer Schwäche bei Astrazeneca, begründeten Händler den Kursanstieg.

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