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Aktien Europa: Etwas schwächer - Zurückhaltung vor US-Börsenstart

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Unter dem Eindruck des hohen Ölpreises und wegenGewinnmitnahmen nach dem Anstieg vom Vortag haben die europäischen Börsen amMittwoch ihre Vortagesgewinne teilweise abgegeben. Händlern zufolge blieben dieUmsätzen allerdings dünn und die Börsianer warteten auf neue Impulse durch dieBörseneröffnung in den USA. Zahlreiche Unternehmensmeldungen bewegtenEinzelwerte.

Der EuroSTOXX 50 verlor bis 13.30 Uhr 0,49 Prozent auf 2.707,62Punkte, der Euronext 100 gab 0,43 Prozent auf 612,67 Zähler ab. InParis fiel der CAC 40 um 0,14 Prozent auf 3.601,47 Stellen. DerLondoner FTSE-100-Index verlor 0,48 Prozent auf 4.433,20 Punkte, derSwiss-Market-Index (SMI) fiel um 0,52 Prozent auf 5.693,60 Zähler.

Technologiewerte zählten mit minus 0,89 Prozent im EuroSTOXX-Branchenindexzu den schwächsten Sektoren. Insbesondere Telekomaktien würden abgegeben, wobeisich die Anleger vor der Reaktion der US-Börsen auf die Zahlen von Cisco Systems zurückhielten. Der weltgrößte Netzwerkausrüster hatte diedurchschnittlichen Ertrags- und Umsatzschätzungen übertroffen, die Aktien hattenaber nachbörslich verloren. Alcatel verloren 1,64 Prozentauf 11,96 Euro und France Telecom gaben 1,41 Prozent auf18,86 Euro ab.

Größter Verlierer waren die Aktien des niederländischen Versicherers Aegon.Die Papiere büßten nach Zahlen 6,12 Prozent auf 9,81 Euroein. Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz bezeichneten die Ergebnisse ineiner Schnelleinschätzung als "etwas flau", wobei der Quartalsgewinn mit 354Millionen Euro unter der Konsensprognose von 396 Millionen gelegen habe. SanPaolo-IMI legten nach Zahlen 1,30 Prozent auf 9,52 Euro zu.

EADS-Aktien verloren 2,73 Prozent auf 19,27 Euro. Der Luftfahrt-und Rüstungskonzern hat im ersten Quartal den Gewinn vor Steuern, Zinsen,Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten um 52 Prozent auf 198Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 6,031Milliarden Euro. Die Prognose für das Geschäftsjahr wurde bekräftigt.

Banca Intesa bauten die Vortagesgewinne aus undverteuerten sich um 3,50 Prozent auf 2,90 Euro. Lehman Brothers hat dieAnlageempfehlung von "Underweight" auf "Overweight" erhöht. Die Aktien seiengünstig bewertet und die Bank zeige glaubhafte Restrukturierungskonzepte,schrieben die Analysten. Das Kursziel wurde von 2,90 auf 3,30 Euro erhöht.

In Zürich verteuerten sich Julius-Bär-Aktien um 0,15Prozent auf 343,00 Schweizer Franken. Die Investmentbank meldete einen Anstiegder verwalteten Vermögen um 7 Prozent im Jahresvergleich auf 123,7 MilliardenFranken. Die positive Geschäftsentwicklung setze sich fort. Swisscom verloren 0,13 Prozent auf 397,50 Franken, nachdem der Telekomkonzernden Quartalsgewinn von 409 Millionen Franken auf 488 Millionen steigerte.

Die Londoner Börse stand unter dem Eindruck des Berichts von Europas größtemBezahlfernsehen-Anbieter BSkyB . Nach positiv aufgenommenenZahlen mit einem Anstieg des operativen Gewinns in den ersten neun Monaten um 76Prozent auf 438 Millionen britische Pfund, drückte Händlern zufolge dasschwächer als erwartete Kundenplus die Aktien im Verlauf ins Minus. Zuletztverloren BSkyB 2,60 Prozent auf 636,50 Pence.

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