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Aktien Europa: Freundlich - Dollar-Erholung und Ölpreis positiv

Die meisten europäischen Standardwerte haben am Montag bei insgesamt dünner Nachrichtenlage Kursgewinne verzeichnet. Börsianer verwiesen auf abnehmende Sorgen wegen einer weiteren Entspannung beim Ölpreis, die zusammen mit der Stabilisierung der Dollarkurse für Auftrieb sorge.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die meisten europäischen Standardwerte haben am Montag bei insgesamt dünner Nachrichtenlage Kursgewinne verzeichnet. Börsianer verwiesen auf abnehmende Sorgen wegen einer weiteren Entspannung beim Ölpreis, die zusammen mit der Stabilisierung der Dollarkurse für Auftrieb sorge. Auch die Erwartung neuer Kursgewinne an der Wall Street am Nachmittag wirke positiv.

Der Leitindex Eurostoxx50 gewann im Mittagshandel 0,94 Prozent auf 2 926,15 Zähler. Der Euronext 100 legte 0,85 Prozent auf 654,07 Zähler zu. In Paris kletterte der CAC 40 um 1,05 Prozent auf 3 822,06 Punkte, der Londoner Ftse-100-Index gewann 0,89 Prozent auf 4 783,70 Zähler.

Finanztitel zählten Händlern zufolge im Kielwasser der Kursgewinne an den internationalen Aktienmärkten zu den Favoriten. In London setzten sich Lloyds TSB Group nach einer positiven Einschätzung von Merrill Lynch mit plus 1,95 Prozent auf 431,00 Pence an die "Footsie"-Spitze, Hsbc Holdings legten nach deutlichen Kursgewinnen in Hongkong 1,40 Prozent auf 903,00 Pence zu. Berichten zufolge bieten die Briten für Korea First Bank, um sich in einem der wachstumsstärksten Märkte Südostasiens zu engagieren.

In Zürich verteuerten sich Swiss Re nach einer Erhöhung des Kursziels der UBS von 81 auf 89 Franken um 1,17 Prozent auf 77,60 Franken. Credit-Agricole-Aktien stiegen um 0,94 Prozent auf 22,57 Euro. Händler verwiesen auf positive Kommentare von Unternehmenschef Jean Laurent. Demnach resultiere aus der unerwartet schnellen Integration von Credit Lyonnais ein "sehr schönes" Ergebnis im Gesamtjahr 2004.

Stahlwerte zeigten sich dank guter Vorgaben für den Sektor von der Wall Street am Freitag und den asiatischen Börsen am Morgen gefragt, sagten Händler. Positiv wirke auch die Erwartung weiter steigender Stahlpreise. Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor rechnet mit drastisch höheren Preisen für Kokskohle, nachdem der zur Stahlproduktion benötigte Rohstoff angesichts der gewaltigen Stahl-Nachfrage in China knapp werde. Arcelor-Aktien gewannen 1,12 Prozent auf 17,15 Euro. Die Platzierung von fünf Mill. Papieren durch die CSFB zu 17 Euro je Aktie wurde laut Händlern gut am Markt aufgenommen.

Telekom Austria kletterten um 3,80 Prozent auf 12,83 Euro. Die Österreicher vereinbarten eine Option zur Übernahme des führenden bulgarischen Mobilfunkbetreibers Mobiltel. Telekom Austria habe das alleinige Recht, 100 Prozent von Mobiltel für rund 1,6 Mrd. Euro zu kaufen.

Endesa-Papiere legten nach negativen Kommentaren von Analysten unterdurchschnittliche 0,12 Prozent auf 16,36 Euro zu. JP Morgan, Citigroup und WestLB hatten ihr Urteil für den spanischen Versorger reduziert. Fortis stiegen trotz der besseren Stimmung für Finanzwerte lediglich um 0,35 Prozent auf 20,27 Euro. Goldman Sachs hatte die Aktien allerdings am Morgen auf "In-Line" abgestuft.

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