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Aktien Europa: Freundlich - Intel stützt; Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Unterstützt von einem positiv aufgenommenen Intel-Bericht haben europäische Standardwerte am Freitagmittag zumeist leicht zugelegt. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist Händlern zufolge aber deutliche Zurückhaltung am Markt zu spüren - zumal die Nachrichtenlage relativ dünn sei.

dpa-afx PARIS. Unterstützt von einem positiv aufgenommenen Intel-Bericht haben europäische Standardwerte am Freitagmittag zumeist leicht zugelegt. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist Händlern zufolge aber deutliche Zurückhaltung am Markt zu spüren - zumal die Nachrichtenlage relativ dünn sei. Der Ölpreis fiel tendenziell weiter, der Dollar stabilisierte sich.

Der Leitindex Eurostoxx50 gewann am Mittag 0,21 Prozent auf 2 933,00 Zähler - im Verlauf war bei 2 938,38 Punkten der höchste Stand seit Anfang März erreicht worden. Der Stoxx50 stieg um 0,26 Prozent auf 2 791,70 Punkte, der Euronext 100 legte 0,10 Prozent auf 654,59 Zähler zu. In Paris gewann der CAC 40 0,14 Prozent auf 3 816,72 Punkte. Der Londoner Ftse-100-Index legte um 0,22 Prozent auf 4 761,80 Zähler zu.

Halbleiterwerte standen nach dem Quartalszwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel im Fokus. Asml-Aktien stiegen um 2,91 Prozent auf 12,37 Euro, Philips gewannen 1,35 Prozent auf 20,33 Euro. Stmicro legten um 1,97 Prozent auf 15,51 Euro zu. Intel hatte am Vorabend sein Umsatzziel für das vierte Quartal auf 9,3 bis 9,5 Mrd. angehoben und damit positiv überrascht. Laut Thomson/First Call hatten Analysten im Durchschnitt 8,968 Mrd. Dollar Umsatz erwartet. Auch der Lagerabbau sei positiv. Intel-Titel haben im nachbörslichen Nasdaq-Handel 8,06 Prozent auf 24,54 Dollar gewonnen.

ABB-Aktien brachen in Zürich um 13,35 Prozent auf 6,10 Franken ein. Der Schweizer Industriekonzern musste einen erheblichen Rückschlag im langwierigen Rechtsstreit um Asbest-Klagen in den USA hinnehmen. Ein US-Berufungsgericht entschied am Donnerstagabend, die Vergleichsvereinbarung zur Beilegung der Schadenersatzansprüche an eine untere Instanz zu verweisen. Im Sog von ABB rutschten auch die Aktien europäischer Baustoffanbieter ab. Hanson-Aktien fielen in London um 0,53 Prozent auf 424,75 Pence, Saint-Gobain verloren in Paris 0,68 Prozent auf 44,05 Euro. "Der aktuelle Rückschlag im Asbest-Streit betrifft allerdings nur ABB ", sagte Erhard Schmitt, Analyst bei Helabatrust.

Minenwerte standen wegen zuletzt fallender Metallpreise und angesichts eines negativen Analystenkommentars in London weiter unter Druck. Antofagasta standen mit minus 2,30 Prozent auf 1 104,00 Pence am Ende des "Footsie". Rio Tinto verloren 2,04 Prozent auf 1 490,00 Pence, BHP Billiton gaben 1,59 Prozent auf 580 Pence ab. Die UBS hatte wegen neuer Prognosen für die Rohstoffpreis- und Devisenentwicklung ihre Kursziele für die Minenwerte Anglo American von 1 450 auf 1 350 Pence und für Rio Tinto von 1 650 auf 1 600 Pence reduziert.

Die Papiere der EADS gewannen 0,21 Prozent 23,59 Euro. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern rechnet sich Chancen auf einen Rüstungsauftrag der US-Regierung in Milliardenhöhe aus. EADS-Co-Chef Philippe Camus zufolge könnte EADS Aufträge im Wert von zehn Mrd. Dollar erhalten. Derzeit bereite das Unternehmen Angebote vor allem für Tankflugzeuge vor. Insgesamt plane das US-Militär Ausschreibungen im Gesamtwert von 40 Mrd. Dollar.

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