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Aktien Europa: Knapp behauptet - Entscheidende Impulse fehlen dem Markt

Bei dünner Nachrichtenlage haben sich die europäischen Standardwerte im Mittagshandel am Dienstag zumeist knapp behauptet.

dpa-afx PARIS. Bei dünner Nachrichtenlage haben sich die europäischen Standardwerte im Mittagshandel am Dienstag zumeist knapp behauptet. "Es fehlen die entscheidenden Impulse und bis zu den Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag und der Eröffnung an Wall Street dürfte nicht viel passieren", sagte ein Händler. Von der zuletzt im Fokus stehenden Währungsseite und auch beim Ölpreis gebe es keine große Bewegung. Zudem blickten Börsianer auf den am Donnerstag erwarteten Quartalszwischenbericht von Intel .

Der Leitindex Eurostoxx50 verlor im Mittagshandel 0,24 Prozent auf 2 884,12 Zähler, der Stoxx50 fiel um 0,34 Prozent auf 2 743,09 Punkte. Der Euronext 100 gab 0,35 Prozent auf 645,93 Zähler ab. In Paris sackte der CAC 40 um 0,37 Prozent auf 3 766,62 Punkte ab, der Londoner Ftse-100-Index verlor 0,77 Prozent auf 4 713,30 Zähler.

Die Anbieter von Luxusgütern sind in den Fokus gerückt. Bulgari-Titel verloren in Mailand 1,95 Prozent auf 8,70 Euro. Händlern zufolge belastet eine Aktienplatzierung. Die CSFB gibt 5,9 Mill. Papiere des Luxusgüter-Anbieters aus dem Familienbesitz ab. Der französische Konzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) verhandelt über den Verkauf seiner Tochter Rexel an ein Konsortium um Eurazeo. Der Anteil von 73,7 Prozent solle zu 38,50 Euro je Aktie an die Investoren verkauft werden. PPR gewannen nach zeitweiser Handelsaussetzung 3,90 Prozent auf 78,55 Euro, Rexel sprangen bei hohen Umsätzen um 6,00 Prozent auf 38,17 Euro an.

Aktien von Rentokil Initial fielen in London nach dem Zwischenbericht zu den ersten zehn Monaten mit minus 5,67 Prozent auf 141,50 Pence ans "Footsie"-Ende. Die britische Dienstleistergruppe hatte vor einer weiteren Ergebnisverschlechterung gewarnt. An die Indexspitze kletterten in London nach der der Veröffentlichung von Geschäftszahlen Enterprise-Inns mit plus 3,17 Prozent auf 683,50 Pence. Der britische Pub-Betreiber hat Börsianern zufolge ein "solides Ergebnis" für das abgelaufene Jahr vorgelegt.

In Zürich standen die Aktien der Pharmakonzerne im Fokus. Roche verbilligten sich um 0,33 Prozent auf 121,20 Schweizer Franken. Das Krebs-Medikament Avastin kann Ergebnissen der Phase-III-Studie zufolge das Leben von an Darmkrebs erkrankten Menschen verlängern. Novartis-Aktien verloren nach einer Verzögerung der Prexige-Zulassung 1,34 Prozent auf 55,10 Franken. Unaxis Holding gewannen nach einer Refokussierung des Technologiekonzerns 0,17 Prozent auf 116,70 Franken.

Einige Titel wurden auch von Analystenkommentaren bewegt. CSFB hat die Aktien des französischen Baustoffherstellers Lafarge von "Neutral" auf "Outperform" erhöht und ein Kursplus von 0,50 Prozent auf 70,20 Euro begünstigt. ABN Amro stufte Stmicroelectronics von "Add" auf "Buy" hoch. Der Markt sei zu negativ für den Chiphersteller eingestellt - der Titel verlor 0,20 Prozent auf 15,23 Euro.

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