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Aktien Europa: Knapp behauptet - Ölpreis in London steigt auf 50 Dollar

Die europäischen Börsen haben am Mittag ihre Tagesverluste fortgesetzt. Händler verwiesen erneut auf den steigenden Ölpreis: Die Nordseesorte Brent hatte erstmals die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar erreicht.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Mittag ihre Tagesverluste fortgesetzt. Händler verwiesen erneut auf den steigenden Ölpreis: Die Nordseesorte Brent hatte erstmals die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar erreicht. Ein Barrel (159 Liter) zur Lieferung im November kostete um 12.03 Uhr genau 50,00 Dollar. Kaum Impulse werden indes aus den USA erwartet. Dort sind zwar die Börsen geöffnet, allerdings sind wegen des Feiertags Columbus Day Behörden und Schulen geschlossen. Das dürfte einen ruhigeren Handelsverlauf zur Folge haben, hieß es von Marktbeobachtern.

Der Eurostoxx 50 gab im Mittagshandel 0,14 Prozent auf 2 812,57 Punkte nach. Der Euronext 100 fiel um 0,75 Prozent auf 624,44 Zähler. Der Pariser CAC-40-Index lag mit 0,29 Prozent auf 3 727,01 Punkte im Minus. Der Ftse-100-Index verlor 0,04 Prozent auf 4 697,00 Punkte.

Nokia verloren zum Wochenauftakt 1,49 Prozent auf 11,21 Euro und lagen damit am Ende des Eurostoxx 50. Händlern zufolge rückt die Aktie zunehmend in den Blick: An diesem Donnerstag will der Hersteller von Mobiltelefonen seine mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlichen.

Die hohen Ölpreise haben in Großbritannien im September die Kosten für Rohmaterialien für die gewerblichen Erzeuger auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren getrieben. Die Input-Preise seien um 1,3 Prozent zum August und um 7,4 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, teilte die britische Statistikbehörde am Montag in London mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,5 beziehungsweise 6,2 Prozent gerechnet.

In London machte die Aktie des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca Plc frühe Verluste im Tagesverlauf nahezu vollständig wett. Sie lag gegen Mittag noch mit 0,05 Prozent auf 2 164,00 Pence im Minus. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte am Freitag mitgeteilt, die Zulassung für den Gerinnungshemmer Exanta zu verweigern. Die Analysten von CAI Cheuvreux erklärten in einer Studie, diese Entscheidung sei erwartet worden - allerdings nicht so frühzeitig. Händlern zufolge dürfte die Entscheidung bereits im Kurs berücksichtigt sein.

Der Einzelhändler Sainsbury verlor 0,79 Prozent auf 250,00 Pence, nachdem er zum dritten Mal in diesem Jahr eine Gewinnwarnung abgegeben hatte. Die Analysten von CAI Cheureux bestätigten Sainsbury daraufhin mit der Einstufung "Underperform" und rieten Investoren, sich doch lieber der Aktie des Konkurrenten Tesco zuzuwenden. Dresdner Kleinwort Wasserstein verringerte seine Jahresprognose für den Vorsteuergewinn von 412 auf 370 Mill. Pfund und bestätigte die Einstufung "Reduce".

In der Schlussgruppe des Ftse-100 hielten sich die Aktien der British Telecom Group mit einem Minus von 1,75 Prozent auf 182,50 Pence. Zuvor hatte CSFB die Gewinnprognosen für das Unternehmen gesenkt und auf die mäßigen Gewinnaussichten in der Branche in den vergangenen Monaten verwiesen. Gleichwohl hatten die Analysten die Einstufung "Neutral" bestätigt.

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