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Aktien Europa: Nokia dominiert Mittagshandel - Verluste gehen weiter

Der finnische Handyhersteller Nokia hat am Donnerstag das Marktgeschehen in Europa dominiert. Nach Bekanntgabe der Zahlen am Mittag kamen viele Werte der Branche ins Schlingern. Mehrheitlich setzten die Börsen ihre leichten Verluste fort.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der finnische Handyhersteller Nokia hat am Donnerstag das Marktgeschehen in Europa dominiert. Nach Bekanntgabe der Zahlen am Mittag kamen viele Werte der Branche ins Schlingern. Mehrheitlich setzten die Börsen ihre leichten Verluste fort.

Der Eurostoxx 50 fiel im Mittagshandel 0,44 Prozent auf 2 780,11 Punkte zu. Der Euronext 100 gab um 0,75 Prozent auf 624,44 Zähler nach. Der Pariser CAC-40-Index lag mit 0,43 Prozent auf 3 678,48 Punkten im Minus. Der Londoner Ftse-100-Index fiel um 0,19 Prozent auf 4 626,10 Punkte.

Nokia hatte im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Der verwässerte Gewinn je Aktie sei gegenüber dem Vorjahr von 0,17 auf 0,14 Euro gefallen, teilte der Konzern in Helsinki mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von 0,13 Euro gerechnet. Nokia selbst hatte Anfang September seine Gewinnerwartung für das laufende Quartal auf 0,11 bis 0,13 Euro je Aktie abgehoben. Vorstandschef Jorma Ollila äußerte sich zudem optimistisch über den Handy-Absatz im laufenden Jahr. Branchenweit rechnet er mit dem Verkauf von 630 Mill. Mobiltelefonen - 30 Mill. mehr als zuletzt angekündigt.

Der Markt nahm den mit Spannung erwarteten Quartalsbericht recht verhalten auf. Die Zahlen seien zwar in Ordnung gewesen, der Ausblick jedoch habe nicht überzeugt, sagten Händler. Die Aktie lag nach einem starken Schlingerkurs tendenziell eher im Minus. Zuletzt lag der Wert mit 0,09 Prozent auf 11,42 Euro im Plus. Händler hatten bereits im Vorfeld auf den Einfluss auf Technologie-Titel verwiesen.

Die Aktien des Konkurrenten Ericsson gaben in Stockholm 0,43 Prozent auf 23,40 Schwedische Kronen nach. Sony Ericsson hatte ebenfalls Zahlen mitgeteilt und im dritten Quartal Absatz und Ergebnis kräftig gesteigert. Der Überschuss sei gegenüber dem Vorjahr von 62 und 90 Mill. Euro geklettert, teilte die Gesellschaft mit. Der Umsatz erhöhte sich auf 1,68 (Vorjahr: 1,31) Mrd. Euro. Sony Ericcson ist ein Gemeinschaftsunternehmen von LM Ericsson und Sony .

Auch die Aktie von Roche verzeichnete trotz positiver Geschäftszahlen Verluste. Das Schweizer Pharmaunternehmen hatte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2004 deutlich gesteigert. Die Verkäufe in den Kerngeschäften seien um 14 Prozent auf 21,9 Mrd. Euro geklettert, teilte der Konzern in Basel mit. Der Trend soll im weiteren Jahresverlauf anhalten. Die Aktie sank gleichwohl um 1,41 Prozent auf 125,80 Schweizer Franken.

An der Spitze des Eurostoxx 50 setzte sich die Aktie von Danone mit einem Plus von 3,35 Prozent auf 64,70 Euro fest. Der Lebensmittelkonzern hatte im dritten Quartal mehr Umsatz erzielt als erwartet. Gleichwohl kürzte Danone seine Prognose für die operative Marge im Gesamtjahr.

Der Rohölpreis ist in London zu Handelsbeginn nach pessimistischen Opec-Kommentaren gestiegen. Um 11.40 Uhr wurde Rohöl der Nordseesorte Brent zur Novemberauslieferung mit 50,28 Dollar gehandelt. Am Mittwoch war Brent mit einem Kurs von 50,05 Dollar aus dem Handel gegangen.

Von dem erneuten Höhenflug profitierten in London Ölwerte: BP Plc gewannen 0,84 Prozent auf 542,50 Pence, Shell Transport & Trading 0,96 Prozent auf 421,50 Pence.

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