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Aktien Europa Schluss: Etwas schwächer - TIM mit deutlichen Gewinnen

Europas Börsen haben die Woche mit Verlusten beendet. Händler verwiesen vor allem auf den erneut gestiegenen Ölpreis und Sorgen über die anhaltende Dollarschwäche. Aussagen von US-Notenbankchef Alan Greenspan hätten diese Sorgen genährt.

dpa-afx PARIS. Europas Börsen haben die Woche mit Verlusten beendet. Händler verwiesen vor allem auf den erneut gestiegenen Ölpreis und Sorgen über die anhaltende Dollarschwäche. Aussagen von US-Notenbankchef Alan Greenspan hätten diese Sorgen genährt. Greenspan hatte in Frankfurt am Main gesagt, das riesige US-Leistungsbilanzdefizit könnte zu einem geringeren Interesse an Dollar-Anlagen führen.

Der Eurostoxx 50 verlor 0,83 Prozent auf 2 893,08 Punkte. Der Euronext 100 sank um 0,58 Prozent auf 649,75 Zähler. In Paris sank der CAC-40-Index um 0,83 Prozent auf 3 798,78 Punkte.

Die Übernahmespekulationen rund um den europäischen Bankensektor wurden erneut entfacht. Wurde am Vortag noch über eine Fusion der italienischen Großbank San Paolo-IMI SpA mit dem belgisch-französischen Finanzdienstleister Dexia Banque SA spekuliert, kursierten am Freitag Gerüchte über ein mögliches Übernahmeangebot der französischen Großbank Societe Generale für Dexia.

Societe Generale wollte zu diesen Gerüchten keine Stellungnahme abgeben. Die Bank dementierte allerdings, dass für den Nachmittag eine außerordentliche Verwaltungsratssitzung angesetzt worden sei. Dexia stiegen um 6,25 Prozent auf 17,00 Euro. San Paolo-IMI fielen um 3,70 Prozent auf 10,15 Euro. Societe Generale fielen um 2,73 Prozent auf 73,00 Euro.

In Italien bauten Aktien der Telecom Italia Mobile (TIM) ihre Vortagesgewinne aus. Händlern zufolge gebe es Gerüchte, dass die Telecom Italia ihr Mobiltelefongeschäft wieder eingliedern will. TIM legten um 0,85 Prozent auf 4,98 Euro zu und standen an der Spitze des Eurostoxx 50.

Auch Ölwerte gehörten zu den Gewinnern. Repsol-YPF SA gewannen 0,79 Prozent auf 17,84 Euro, Royal Dutch Petroleum um 0,42 Prozent auf 43,00 Euro. Eni SpA legten um 0,32 Prozent auf 18,36 Euro zu. Händler verwiesen auf den gestiegenen Ölpreis. Er war wegen wachsender Sorgen über ein zu geringes Angebot wieder kräftig gestiegen. Zudem wurde am Nachmittag bekannt, dass der russische Staat das Kernstück des Ölkonzerns Yukos zum Verkauf ausgeschrieben und damit die Zerschlagung des Imperiums von Michail Chodorkowski begonnen hat. Aktien von Yukos brachen um mehr als 20 Prozent auf unter 2,30 Dollar ein.

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