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Aktien Europa Schluss: Knapp behauptet - Sorgen über Stärke des Euro

Sorgen über die Stärke des Euro haben die Börsen Europas am Donnerstag überwiegend mit Verlusten schließen lassen. Wenig Durchschlag am Markt fand hingegen die Entwicklung des Ölpreises - er hatte leicht nachgegeben und hätte die Investoren durchaus frohgemut stimmen können.

dpa-afx PARIS. Sorgen über die Stärke des Euro haben die Börsen Europas am Donnerstag überwiegend mit Verlusten schließen lassen. Wenig Durchschlag am Markt fand hingegen die Entwicklung des Ölpreises - er hatte leicht nachgegeben und hätte die Investoren durchaus frohgemut stimmen können. Der Eurostoxx 50 verlor 0,18 Prozent auf 2 916,93 Punkte. Der Euronext 100 sank um 0,34 Prozent auf 653,57 Zähler. In Paris sank der CAC-40-Index um 0,36 Prozent auf 3 830,39 Punkte.

Der Markt hatte sein Auge vor allem auf Bankenwerte gerichtet. Die Aktie der französischen Großbank Credit Agricole war der größte Verlierer. Sie brach um 6,04 Prozent auf 22,25 Euro ein und war damit der mit Abstand schwächste Wert im europäischen Leitindex. Die Bank hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt, die Markt und Analysten enttäuschten. JP Morgan und die Deutsche Bank quittierten die Zwischenbilanz mit der Abstufung des Titels.

Auch die Aktie des schwedischen Finanzkonzerns Skandia fiel nach enttäuschenden Ertrags- und Gewinnzahlen für das abgelaufene Quartal, auf die Lehman Brothers mit einer bestätigten "Underweight"-Einstufung reagierten. Der Wert gab in Stockholm um 0,72 Prozent auf 27,70 Schwedische Kronen nach.

Die Aktien der Dexia Banque SA stiegen hingegen um 2,63 Prozent auf 16,00 Euro. Die italienische Großbank Sanpaolo dementierte unterdessen Berichte über Verhandlungen über den Verkauf der Banca Fideuram an den französisch-belgisch Finanzdienstleister Dexia. Es gebe zwar Gespräche mit dem Konkurrenten, allerdings sei ein Verkauf der Anteile an dem Vermögensverwalter kein Thema gewesen. Der Kurs der italienischen Bank verlor 1,23 Prozent auf 10,53 Euro.

Mit einem Kurssprung von nahezu zehn Prozent haben Alstom-Aktien am Donnerstag auf die Vorlage der jüngsten Halbjahreszahlen reagiert. Der französische Bahntechnikkonzern hatte seinen Fehlbetrag im ersten Halbjahr 2004/05 im Vergleich zum Vorjahr etwa halbiert. Die Aktie stieg um 9,62 Prozent auf 0,57 Euro. Analyst Stephane Houri von der Fortis Bank bekräftigte die "Buy"-Einstufung und das Kursziel von 0,70 Euro. "Das Ergebnis zeigt eine signifikante Verbesserung", so Houri zur Begründung.

Die Deutsche Bank bestätigte Alstom mit "Sell" und stand weiter zu ihrer Studie, die jüngst zu einem Kursabsturz der Alstom-Aktie geführt hatte. Alstom gab bekannt, die französische Finanzaufsichtsbehörde AMF um eine Untersuchung des Vorfalls gebeten zu haben. Die Studie war drei Tage vor der Bekanntgabe der Geschäftszahlen erschienen. Die Bank hatte darin das Kursziel für die Alstom-Aktie von 0,35 auf 0,18 Euro gesenkt. Daraufhin war das Papier am Pariser Aktienmarkt um 18,64 Prozent eingebrochen. Bereits zuvor hatten die Deutsche-Bank-Analysten darauf hingewiesen, dass Alstom in den kommenden 20 Monaten Kredite in Höhe von 1,8 Mrd. Euro zurückzahlen müsse.

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