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Aktien Europa Schluss: Knapp behauptet - Versicherer wegen Spitzer unter Druck

Belastet von Kursverlusten bei Versicherungswerten sind die europäischen Börsen am Freitag zumeist mit knapp behaupteter Tendenz aus der Handelswoche gegangen.

dpa-afx PARIS. Belastet von Kursverlusten bei Versicherungswerten sind die europäischen Börsen am Freitag zumeist mit knapp behaupteter Tendenz aus der Handelswoche gegangen. Dennoch habe sich die Stimmung im Handelsverlauf spürbar verbessert und die Indizes hätten sich im späten Geschäft im Kielwasser steigender US-Börsen in Richtung ihrer Tageshochs erholt, sagten Händler. Auch eine Beruhigung beim Ölpreis nach der jüngsten Rekordjagd stützte den Markt.

Der Eurostoxx50 fiel um 0,10 Prozent auf 2 773,3 9zähler, der Stoxx50 verlor 0,22 Prozent auf 2 690,50 Punkte. Im Wochenvergleich gaben die Indizes 1,53 beziehungsweise 1,59 Prozent ab. Der Euronext100 endete prozentual unverändert bei 629,31 Zählern. Der CAC 40 stieg in Paris um 0,16 Prozent auf 3 670,76 Punkte.

Im Sog starker Kursverluste der US-Versicherer gerieten die europäischen Pendants am Freitag stark unter Druck. Am Vortag waren Ermittlungen des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen führende US-Versicherer wegen Wettbewerbsverstößen bekannt geworden waren. Spitzer erhob eine Zivilklage gegen die größte US-Versicherungsmakler-Firma Marsh & Mclennan und ihre Tochterfirma Marsh Inc.

Europäische Versicherer seien zwar bisher nicht unmittelbar betroffen, würden aber durch die zusammenschmelzende Marktkapitalisierung der US-Werte mitgezogen, sagten Börsianer. Neben den deutschen Versicherern am Ende des Eurostoxx50 büßten AXA 1,59 Prozent auf 16,73 Euro ein, Aegon gaben 1,39 Prozent auf 8,53 Euro ab und auch ING Groep fielen um 1,29 Prozent auf 20,71 Euro.

Tech-Werte und allen voran Mobilfunkausrüster standen am anderen Indexende: Tagesgewinner waren Nokia mit plus 2,52 Prozent auf 11,82 Euro. Die Aktien bauten ihre Vortagesgewinne in Reaktion auf einen positiv aufgenommenen Quartalsbericht aus. Zudem erhöhten die Finnen ihre Prognose für den weltweiten Handyabsatz 2004 um 30 Mill. auf 630 Mill. Stück. Alcatel gewannen 1,59 Prozent auf 10,21 Euro.

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