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Aktien Europa Schluss: Schwache US-Arbeitsmarktdaten drücken Indizes ins Minus

Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA haben am Freitag aus den frühen Gewinnen der europäischen Börsen leichte Verluste gemacht. Die positive Stimmung am Morgen war durch den überraschend starken Zwischenbericht des Chipherstellers Intel ausgelöst worden.

dpa-afx PARIS. Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA haben am Freitag aus den frühen Gewinnen der europäischen Börsen leichte Verluste gemacht. Die positive Stimmung am Morgen war durch den überraschend starken Zwischenbericht des Chipherstellers Intel ausgelöst worden. Zugleich gab der in den vergangenen Tagen kräftig gefallene Ölpreis weiter nach.

Der Leitindex Eurostoxx50 ging knapp behauptet mit minus 0,52 Prozent auf 2 911,59 Zähler aus dem Handel. Der Euronext 100 gab um 0,53 Prozent auf 650,45 Zähler nach. In Paris büßte der französische Leitindex CAC 40 0,73 Prozent auf 3 783,51 Punkte ein.

Zu den gefragtesten Werten gehörten die Halbleiteraktien, nachdem der weltgrößte Chiphersteller Intel zum Quartalszwischenbericht seine Umsatzprognose für das laufende Jahresviertel stärker als erwartet angehoben hatte. Asml-Aktien stiegen in Amsterdam um 3,00 Prozent auf 12,38 Euro. Philips gewannen 0,30 Prozent auf 20,12 Euro.

Stmicroelectronics NV legten um 0,72 Prozent auf 15,32 Euro zu. Der größte europäische Chip-Hersteller hatte am Morgen außerdem mitgeteilt, dass er in den kommenden zwei Jahren rund 900 Mill. Euro in seine Produktionsanlagen in Singapur investieren wollte. Für den Bau eines neuen Werkes seien darüber hinaus zwei Mrd. Dollar geplant. France Telecom gab schließlich am Nachmittag bekannt, sie habe einen 3,3-Prozent-Anteil an dem Chiphersteller verkauft.

Nokia-Aktien gaben kräftig um 2,85 Prozent auf 12,29 Euro nach und notierten damit am Ende des Eurostoxx. Der finnische Telekomausrüster und weltgrößte Handyhersteller gab überraschend den Rücktritt von zwei seiner Topmanager bekannt.

Im französischen CAC 40 waren Schneider Electric mit minus 3,00 Prozent auf 50,20 Euro schwächster Wert, nachdem Goldman Sachs die Aktie von "Outperform" auf "In-line" gesenkt hatte.

ABB-Aktien brachen in Zürich um 11,93 Prozent auf 6,20 Franken ein. Der Schweizer Industriekonzern musste einen erheblichen Rückschlag im langwierigen Rechtsstreit um Asbest-Klagen in den USA hinnehmen. Ein US-Berufungsgericht entschied am Donnerstagabend, die Vergleichsvereinbarung zur Beilegung der Schadenersatzansprüche an eine untere Instanz zu verweisen. Im Sog von ABB rutschten auch die Aktien europäischer Baustoffanbieter ab.

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